Mit dem Crux 5 präsentiert Specialized die nächste Generation seines Gravel-Racers. Aus dem puristischen Leichtgewicht mit Cyclocross-Genen wird ein aerodynamisch geschärftes Rennwerkzeug, das seine Agilität bewahren soll. Wir konnten das Rad vor dem offiziellen Launch auf den Schotterpisten rund um Girona bereits exklusiv testen.

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Specialized S-Works Crux | 7,10 kg in Größe 54 | 13.999 € | Hersteller-Website

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Specialized S-Works Crux 2026 im Detail
  2. Die Ausstattung des Specialized S-Works Crux 2026
  3. Die Geometrie
  4. Eat my Dust – Das Specialized S-Works Crux 2026 im Test
  5. Für wen ist das Specialized S-Works Crux 2026?
  6. Fazit

Seit Specialized mit dem Crux 4 die Definition eines ultraleichten, puristischen Gravel-Bikes auf die Reifen gestellt hat, sind bereits vier Jahre vergangen. Fast eine Ewigkeit für eine Disziplin, die zuletzt einen regelrechten Performance- und Aero-Hype erlebt hat. Damals musste sich der Vorgänger im Custom-Race-Setup mit geborgten Road-Komponenten vom Tarmac SL8 in unserem Vergleichstest bereits vehement gegen die aero-optimierte Konkurrenz wehren. Das Urteil: Atemberaubend leicht am Berg, aber im Highspeed-Sektor auf der Geraden zunehmend im Hintertreffen. Das klassisch-filigrane Design im Stile des Aethos wirkte inmitten der modernen Aero-Konkurrenz fast schon wie aus der Zeit gefallen.

Doch die Entwickler in Morgan Hill und Freiburg haben nicht geschlafen, sondern im Hintergrund an einer Evolutionsstufe gefeilt, die für das Crux 2026 einen echten Paradigmenwechsel bedeutet.

Spannende Infos zum Specialized S-Works Crux

Highs

  • hoher Vortrieb
  • messerscharfes, direktes Handling
  • gigantische Reifenfreiheit von bis zu 55 mm
  • vollintegrierte, cleane Optik
  • geringes Gesamtgewicht

Lows

  • unverständliche Übersetzung ab Werk
  • Frameset im europäischen Markt ausschließlich als teure S-Works-Version erhältlich
  • Rahmen-Staufach zugunsten des konsequenten Leichtbaus gestrichen

Key Facts

  • Rahmen: S-Works Crux 12R Carbon
  • Reifenfreiheit: bis zu 55 mm (bzw. 2,2″ XC-Mountainbike-Reifen)
  • Antrieb: SRAM RED XPLR AXS (1×12-fach)
  • Laufräder: Roval Terra Aero CLX (50 mm Felgenhöhe, 27 mm Maulweite)
  • Cockpit: Roval Terra Aero (vollintegriert)
  • Gewicht: 7,1 kg (Herstellerangabe mit 45 mm Pathfinder TLR)
  • Rahmengewicht: 789 Gramm (Herstellerangabe)
  • Preis: 13.999 € (S-Works Komplettbike) / 5.799 € (S-Works Frameset)
  • Größen: 6 Größen von 49 bis 61

Jetzt rollt es auf die Bühne: das neue Specialized Crux 5. Und die Kalifornier verabschieden sich endgültig von dem Versuch, die alte Cyclocross-DNA mit den Anforderungen moderner Gravel-Rennen zu verschmelzen. Das Crux 5 ist ein Gravel-Race-Tool, dessen Erscheinungsbild deutlich näher am Tarmac SL8 liegt als am klassischen Vorgänger.

Hinter dem Konzept steckt ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz: Statt die Aerodynamik isoliert im Windkanal zu optimieren, versucht Specialized, die Realität des Gravel-Racings mathematisch abzubilden. Dafür wurden reale Streckendaten, wie etwa die Oberflächenbeschaffenheit des Unbound-Kurses in Kansas, per Sensorik erfasst und mit Windkanalmessungen kombiniert. Ziel dieser Simulation ist es, die sogenannte „Equation of Speed” zu lösen: Sie soll zeigen, an welchen Stellen des Bikes Aero-Vorteile wirklich Sinn ergeben – und wo breitere Reifen oder mehr Komfort im echten Leben letztlich mehr Zeit einsparen als ein theoretisch optimales Strömungsprofil.

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Die Claims, die aus diesem Rechenmodell purzeln, lassen aufhorchen: Bei einem Rahmengewicht von gerade einmal 789 Gramm soll die neue, stark ans Tarmac SL8 angelehnte Formsprache den Luftwiderstand stark nach unten drücken. Gepaart mit einer auf massive 55 mm angewachsenen Reifenfreiheit soll das auf den 200 Meilen der Kansas-Race-Strecke Specialized-Profis wie Sofia Gomez eine Zeitersparnis von fast zehn Minuten bringen.

Bereits vor dem offiziellen Launch hatten wir die exklusive Gelegenheit, mit dem Entwicklungsteam von Specialized an zwei Tagen die teils staubigen, teils schlammigen Schotterpisten rund um das Gravel-Mekka Girona unsicher zu machen. Ob die Gleichung aufgeht und ob das Crux 5 den Spagat aus Tarmac-Speed und bewährter Agilität meistert, erfahrt ihr im ersten Test.

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Ein Tarmac auf Steroiden? Das Specialized S-Works Crux 2026 im Detail

Schon optisch wird direkt klar, dass Specialized seinem Newcomer eine völlig neue Identität verpasst hat. Unser Testbike glänzt im detailreichen, liebevoll gestalteten Colorway Silver Dust Metallic. Während der Vorgänger noch durch das klassisch-zeitlose und fast schon filigrane Design des Aethos auffiel, orientiert sich das Crux 5 optisch nun unübersehbar am Tarmac SL8. Tiefer angesetzte Sitzstreben, eine aerodynamische Sattelstütze und das markant geformte Steuerrohr machen sofort deutlich: Das Crux adaptiert die Designsprache moderner Aero-Rennräder, um dem Fahrtwind auf schnellen Schotterpassagen möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

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Dieser Aero-Offensive fällt nun auch die ehemals klassische Lenker-Vorbau-Kombination zum Opfer: Das Crux 5 setzt auf vollständig integrierte Leitungen, die sauber und unsichtbar im Inneren des Rahmens verschwinden. Das sorgt nicht nur für ein radikal aufgeräumtes Erscheinungsbild, sondern vermutlich auch für einen Großteil der aerodynamischen Verbesserungen. Spannend wird es beim Blick auf das neu konstruierte Headset: Beim Vorgänger führte die damalige Bauweise bei einigen Fahrer:innen im harten Offroad-Einsatz zu spürbaren Problemen und unschönen Wartungsintervallen. Hier haben die Kalifornier nachgebessert und spendieren dem Crux 5 ein neues, deutlich robuster gedichtetes Steuersatzsystem, das den Dreckbeschuss auf den Schotterpisten dieser Welt klaglos wegstecken soll. Doch die eigentliche Sensation verbirgt sich im Inneren der Carbon-Struktur.

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Der Blick an den Hinterbau offenbart, dass das Crux 5 trotz der aerodynamischen Optimierung des Rahmens und den breiten und tiefen Roval Terra Aero CLX Carbon-Laufrädern nicht mit Platz geizt. Die Reifenfreiheit ist auf gigantische 55 mm angewachsen und macht damit Platz für bis zu 2,2″ breite XC-MTB-Reifen. Trotzdem bringt das Komplettbike nur 7,1 kg auf die Waage. Die Kalifornier haben es geschafft, massig Platz für dicke Pneus zu schaffen, ohne dass das Bike seine agile, schlanke Silhouette verliert. Im Gegenteil: Die neuen Roval Terra Aero CLX-Laufräder wurden so konzipiert, dass ein breiterer Reifen aerodynamisch perfekt mit der Felge abschließt.

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Wer beim Crux 5 auf ein integriertes Staufach im Unterrohr hofft, wie man es vom komfortorientierten Bruder Diverge kennt, sucht vergebens: Ein internes Frame Storage hat Specialized im Sinne des konsequenten Leichtbaus und der Rahmensteifigkeit gestrichen. Das Crux will eben ein kompromissloses Race-Tool sein. Ganz auf Praktikabilität müsst ihr im Rennalltag aber nicht verzichten: Neuerdings spendieren die Kalifornier dem Racer zusätzliche Anschraubpunkte auf dem Oberrohr für eine Tasche sowie unter dem Unterrohr für eine dritte Trinkflasche oder Werkzeug.

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Wer kein Budget für das S-Works-Topmodell hat, findet in der neuen Modellstruktur eine neue Option: Das neue „S-Level” ersetzt die bisherige Pro-Plattform. Das Prinzip dahinter: Auf dem etwas schwereren, aber günstigeren 10R-Carbonrahmen mit klassischem Specialized-Schriftzug verbauen die Kalifornier ab sofort ebenfalls eine SRAM RED XPLR, die sonst nur den S-Works-Modellen vorbehalten war. Darunter staffeln sich die gängigen Versionen weiter – bis hin zum Einstiegsmodell, der COMP-Variante. Bestückt mit der elektronischen SRAM RIVAL AXS geht der Einstieg hier für 4.499 € über die Ladentheke. Wer allerdings lieber sein ganz eigenes Traum-Setup aufbauen möchte, muss tief in die Tasche greifen: Das Frameset ist für stolze 5.799 € und lediglich in der S-Works-Version erhältlich – eine günstigere S-Level-Variante wird es als Frameset zumindest für den europäischen Markt aktuell nicht geben.

Nur vom feinsten – Die Ausstattung des Specialized S-Works Crux 2026

Das neue Crux 5 macht unmissverständlich klar: Die Zukunft des Gravel-Racings ist 1-fach. Der Rahmen ist konsequent auf 1-fach-Antriebe mit Einfach-Kettenblatt optimiert und wird ausschließlich mit SRAM XPLR-Gruppen ausgeliefert. Unser S-Works-Topmodell setzt standesgemäß auf die SRAM RED XPLR AXS, die serienmäßig allerdings mit einem 40T-Kettenblatt bestückt ist. Für ein reinrassiges Gravel-Race-Bike, das auf maximalen Highspeed getrimmt ist, eine ziemlich unverständliche Entscheidung. Während das für entspannte Kletterpassagen im Alltag und für Hobbyfahrer ausreichen mag, tritt man bei echten Rennambitionen auf schnellen Abfahrten oder im Windschatten auf der Geraden viel zu schnell ins Leere. Wer mit dem Crux 5 vorne mitmischen will, muss hier direkt ab Werk auf ein 42er-, besser noch auf ein 44er- oder 46er-Blatt upgraden.

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Der Rest der Ausstattung kommt wie gewohnt aus dem hauseigenen High-End-Regal: Am Heck sorgt die vom Tarmac SL8 übernommene Aero-Sattelstütze zusammen mit dem bewährten Power Mirror-Sattel für exzellente Dämpfung. An der Front kommt das neue, vollintegrierte Roval Terra Aero-Cockpit zum Einsatz.

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Specialized S-Works Crux 2026

13.999 €

Ausstattung

Sattelstütze S-Works Tarmac SL8 Carbon seat D-Shaped
Bremsen SRAM RED AXS 160/160 mm
Schaltung SRAM RED XPLR AXS 1 x 13
Kettenblatt 40 T
Vorbau Roval Terra Cockpit 90 mm
Lenker Roval Terra Cockpit 380 mm
Laufräder Roval Terra Aero CLX 12 x 100 / 12 x 142
Reifen Specialized Tracer TLR 700 x 50c
Kurbeln SRAM RED AXS DUB 170 mm
Kassette SRAM RED XPLR XG-1391-E1 10-46 T

Technische Daten

Größe 49 52 54 56 58 61
Gewicht 7,1 kg

Besonderheiten

Sehr breite Reifenfreiheit
Anschraubpunkte an Ober- und Unterrohr
Detailreiche Lackierung

Ein echtes Highlight im Setup sind die brandneuen Roval Terra Aero CLX-Laufräder, die auf ein besonderes Design setzen: Sie bieten die aerodynamische Performance einer mächtigen 60-mm-Felge, bauen in der Realität jedoch „nur” 50 mm hoch. Dank leichter Carbonspeichen und einer zeitgemäßen Maulweite von 27 mm unterstreichen die Laufräder den aktuellen Gravel-Racing-Trend zu breiteren Felgen. Wer das Gewichtslimit noch weiter ausreizen möchte, kann mit dem optionalen CLX III-Laufradsatz nochmals rund 250 Gramm sparen.

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In puncto Bereifung rollt das Crux 5 ab Werk auf den 45 mm breiten Specialized Pathfinder TLR-Reifen – ein extrem schneller Pneu für Asphalt und harten Untergrund. Da die Schotterpisten rund um Girona jedoch relativ unbarmherzig sind, hat uns Specialized für den Test vor Ort auf 50 mm breite Specialized Tracer TLR umgerüstet. Mit ihrem leichtfüßigen, komfortablen Abrollverhalten generieren sie massig Vertrauen auf losem Untergrund. Ihr einziger Wermutstropfen: Der reine Kurvengrip fällt im Vergleich zum Pathfinder etwas ab. Wenn es ins richtig grobe, technische Gelände geht, würden wir daher direkt zum Specialized Terra TLR greifen, der sich bereits in unserem großen Gravel-Reifen-Vergleichstest als echter Grip-Garant über das Specialized-Portfolio hinaus behaupten konnte.

Die Geometrie des Specialized S-Works Crux 2026

Specialized trimmt das Crux 5 gezielt auf Schotter-Laufruhe und bricht mit der nervösen Cyclocross-DNA des Vorgängers. In sechs Größen verfügbar, bleibt das sportlich-gestreckte Stack-to-Reach-Verhältnis in Größe 54 mit exakt 1,44 identisch. Für maximale Kontrolle bei Highspeed rutscht das Tretlager tief nach unten: Der BB Drop wächst von 72 mm auf satte 78 mm, was den Schwerpunkt absenkt und trotz dicker Reifen eine extrem stabile Kurvenlage garantiert. Zusammen mit dem um 0,5° flacheren Lenkwinkel wächst der Radstand auf 1.026 mm an.

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Größe 49 52 54 56 58 61
Oberrohr 512 mm 534 mm 543 mm 566 mm 583 mm 603 mm
Sattelrohr 445 mm 456 mm 473 mm 497 mm 515 mm 545 mm
Steuerrohr 95 mm 110 mm 125 mm 142 mm 163 mm 188 mm
Lenkwinkel 70,5° 70,75° 71° 71,5° 71,5° 71,5°
Sitzwinkel 75,5° 74,5° 74,5° 74° 74° 74°
Kettenstrebe 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm
Tretlagerabsenkung 80 mm 80 mm 78 mm 78 mm 78 mm 78 mm
Radstand 1.008 mm 1.016 mm 1.026 mm 1.039 mm 1.057 mm 1.078 mm
Reach 375 mm 382 mm 388 mm 400 mm 412 mm 425 mm
Stack 530 mm 547 mm 560 mm 578 mm 598 mm 621 mm

Trotz der massiven Reifenfreiheit für bis zu 55 mm breite Pneus bleiben die Kettenstreben bei kurzen 425 mm, um die spritzige Agilität im Antritt zu wahren. Den Race-Anspruch für moderne Rennen betont dann das Cockpit: Statt der serienmäßigen 400-mm-Breite in Größe 54 haben wir uns für die schmalste Version mit 380 mm Lenkerbreite im Oberlenker entschieden. Dieser Trend sorgt für eine deutlich aerodynamischere Silhouette – eine Feinabstimmung, die wir allen mit schmalen Schultern oder Ambitionen auf maximale Aero-Gains nur wärmstens ans Herz legen können.

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Eat my Dust – Das Specialized S-Works Crux 2026 im Test

Die staubigen, von der katalanischen Sonne aufgeheizten Pisten rund um das Gravel-Mekka Girona sind ein Paradies für Radsportler – und ein unbarmherziges Testlabor für Material. Wer hier die Trails unter die Stollen nimmt, merkt schnell, dass loser Schotter, ruppige Waschbrett-Passagen und technische Singletrails keine Fehler verzeihen. Mit den teils sinnflutartigen Regenfällen der Vortage präsentierte sich uns Katalonien zudem mit einer Mischung aus klebrigen Lehm und staubigen sowie steinigen Passagen.

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Genau auf diesem anspruchsvollen Terrain zeigt das Crux 5 sofort, was in ihm steckt: Wer das Crux 5 beschleunigt, vergisst sofort, dass er auf einem Gravel-Bike sitzt. Specialized hat hier ein absolutes Spaßgerät auf die Reifen gestellt. Das niedrige Gesamtgewicht von 7,1 kg in Kombination mit der hohen Steifigkeit sorgt für ein explosives Beschleunigungsverhalten. Jeder Impuls im Antritt wird ohne Verzögerung direkt in Vorwärtsdrang übersetzt.

Das eigentliche Kunststück gelingt, wenn das Gelände technisch wird und die Schwerkraft nach unten zieht. Trotz der auf Highspeed-Stabilität getrimmten Geometrie bleibt das Handling wunderbar direkt und messerscharf. Das Bike lässt sich spielerisch und mit intuitiver Präzision durch engste Kehren und verblockte Sektionen zirkeln. Dabei generiert die Front ein hohes Maß an Vertrauen: kein nervöses Flattern, kein unsicheres Gefühl.

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Überraschend hoch fällt das Komfort-Niveau aus. Vor allem die voluminösen Reifen und der ergonomische Power Mirror-Sattel bringen viel Komfort ans Bike. An der Front überzeugt das neue, integrierte Roval Terra Aero-Cockpit. Vor allem im Unterlenker bietet die Carbon-Konstruktion einen spürbaren Flex, der die Handgelenke auf langen, ruppigen Abfahrten effektiv entlastet. Das Fahrgefühl ist perfekt ausbalanciert – eine harmonische Symbiose aus maximalem Feedback und genau dem Quäntchen Komfort, das man braucht, um auch nach Stunden im Sattel im letzten Anstieg des Tages noch genügend Druck auf die Pedale zu bringen.

Tuning-Tipp: Ein schmaleres Cockpit für maximale Aero-Gains, kombiniert mit breiteren Specialized Terra TLR-Reifen für besseren Grip.

Am Ende des Testtags, wenn der rote katalanische Staub auf den Armen klebt und die Bremsen auf der letzten Abfahrt vor lauter Sand knirschen, verfliegen alle theoretischen Zweifel im Nu. Specialized hat dem Crux trotz aller Supercomputer-Analysen und mathematischen Effizienzformeln keineswegs die Seele geraubt. Im Gegenteil. Dieses Bike macht einfach übertrieben Bock.

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Für wen ist das Specialized S-Works Crux 2026?

Das neue S-Works Crux 5 steht für Racing pur, ohne den Rider mit unbarmherziger Härte zu bestrafen. Während der Vorgänger sich primär als Kletterspezialist für verwinkelte Kurse und knackige Anstiege zeigt – sauf schnellen, ruppigen Highspeed-Passagen aber oft nervös anfühlt –, liefert die fünfte Generation ein noch runderes und vielseitigeres Gesamtpaket ab. Es ist die ultimative Allzweckwaffe für ambitionierte Racer:innen, die am Start des Unbound Gravel Race genauso ganz vorne reinfahren wollen wie beim schnellen Afterwork-Ride Out.

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Helm Specialized S-Works Evade 4 | Brille Oakley Radar EV Path | Trikot PAS NORMAL STUDIOS Mechanism Jersey | Shorts PAS NORMAL STUDIOS Mechanism Bib
Schuhe Specialized S-Works Recon EVO | Socken Specialized Air Tall Logo

Fazit

Das neue Specialized S-Works Crux 5 ist die gelungene Metamorphose einer Ikone. Die Kalifornier beweisen, dass ihre datengetriebene Entwicklung nicht bloß steriles Marketing-Blabla ist, sondern sich auch im Fahrgefühl widerspiegelt. Aus dem Leichtbau-Puristen der vierten Generation ist ein aerodynamisch optimiertes High-Speed-Rennwerkzeug geworden, das die Grenzen des Gravel-Racings weiter dehnt. Trotz der optischen und technischen Tarmac-SL8-Anleihen hat das Crux 5 seinen spielerischen Charakter keineswegs verloren. Gepaart mit der gigantischen Reifenfreiheit von bis zu 55 mm liefert das Crux 5 ein stimmiges und vielseitiges Gesamtpaket ab und verabschiedet sich endgültig vom Image des puristischen Crossers.

Tops

  • verspieltes Handling
  • direkter Antritt am Berg durch sehr geringes Gewicht und hohe Steifigkeit
  • ergonomisches und komfortables Cockpit
  • sehr viel Platz für breite Pneus
  • detailverliebte Lackierung

Flops

  • unterdimensioniertes Kettenblatt
  • keine günstige Rahmen-Option

Mehr Informationen unter specialized.com.

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Text: Jan Fock Fotos: Jan Fock, Specialized

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Jan Fock
Junior Editor

Jan Fock vereint bei 41 Publishing sportlichen Ehrgeiz mit einem tiefen Verständnis für die Radsportkultur. Der studierte Gesellschaftswissenschaftler bringt ein feines Gespür für Trends und Dynamiken in die Redaktion des GRAN FONDO Magazin ein. Sein Fokus liegt auf dem Testen von High-End-Rennrädern und Gravel-Bikes, wobei seine Leidenschaft besonders dem Bikepacking und sportlichen Feierabendrunden gilt. Jan kombiniert sein Organisationstalent mit akribischen Analysen und bietet in seinen fundierten Kaufberatungen präzise Orientierung für alle ambitionierten Radsportler und Radsportlerinnen.

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