Redshift Sports kündigt mit den Mousetrap Pedaladaptern einen blitzschnellen Umbau vom Klickpedal zum Flat-Pedal an. Damit soll das Bike ohne Werkzeug vom Racer zum Eisdielencruiser werden. Bei einem solchen Versprechen werden wir selbstverständlich hellhörig und haben die 65 € teuren Klick-Verwandler für euch auf den Prüfstand gestellt.

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Redshift Sports Mousetraps | 176 g/Paar | 64,99 € | Hersteller-Website

Kurz mal zum Bäcker oder auf ein schnelles Bier mit Freunden – eigentlich der perfekte Job fürs Gravel-Bike. Bis der Blick auf die Pedale fällt: Für die paar Kilometer den steifen Carbon-Klickschuh schnüren? Das will doch niemand. Genau hier setzt Redshift Sports mit den Mousetrap Pedaladaptern an. Der Komponentenhersteller aus den USA hat sich mit gefederten Vorbauten und beleuchteten Pedalen längst einen Namen gemacht. Nun verspricht der Herstelle – beflügelt von seinem Team aus Ingenieuren, Triathlet:innen und Radsportlern–, aus SPD-Klickpedalen Flat-Pedale zu machen. Und das werkzeuglos und blitzschnell. Das mussten wir natürlich unter die Lupe nehmen. Nach dem Auspacken wird direkt klar, warum die Teile „Mausefalle“ heißen: Der Bügel zum Verspannen der Adapter ähnelt dem einer klassischen Mausefalle. Hergestellt aus robustem, glasfaserverstärktem Nylon wirken die Adapter haptisch absolut hochwertig, wenn auch plastiklastig.

Was können die Redshift Mousetrap Pedaladapter?

Die Konstruktionsidee der Mousetraps offenbart sich bei der Montage. Anders als viele andere Adapter nutzt Redshift bei den Mousetraps ein integriertes Hebelsystem, um sie sicher im Pedal zu verankern. Der Adapter wird wie ein normaler Cleat ins SPD-Pedal eingesetzt. Durch das Umlegen des markanten Hebels verspannt sich die „Mausefalle“ dann bombenfest im Klickmechanismus.

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Die Montage ist simpel und geht schnell von der Hand.
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Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ein versehentliches Auslösen der Mousetraps durch eine leichte Drehung des Fußes ist hier konstruktionsbedingt praktisch ausgeschlossen. Genauso schnell, wie sie drin sind, sind sie auch wieder draußen: Hebel auf, Adapter raus, fertig.

Die Adapter bieten eine Plattform von 80 x 105 mm. Das ist groß genug, um auch mit klobigen Sneakers oder gar Flip-Flops eine sichere Standfläche zu finden. Bei der Oberfläche der Oberseite setzt Redshift auf eine Struktur aus kleinen Kunststoff-Pyramiden. Für den Weg zur Eisdiele oder den Commute ins Büro reicht der Grip völlig aus. Sobald es ruppig oder nass wird, stoßen die Kunststoff-Pyramiden an ihre Grenzen. Echte Metall-Pins können sie hier nicht ersetzen. Wer damit auf den Singletrail einbiegt, riskiert schmerzhafte Abrutscher.

Ein Pluspunkt ist dagegen die flache Konstruktion. Durch die minimale Bauhöhe von 10 mm schließen die Adapter nahezu auf derselben Höhe ab wie das eigentliche SPD-Pedal. Was das bedeutet? Die mühsam optimierte Sattelhöhe muss für die Fahrt in Sneakern keinen Millimeter verstellt werden. So könnt ihr direkt nach Pedal-Montage losfahren – ohne böses Feedback von den Knien zu erhalten.

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Neben der einfachen Montage ist die flache Bauhöhe im Alltag ein weiterer Pluspunkt.

Ein echtes Highlight für Gadget-Fans zeigt sich, wenn die Mousetraps Pause haben. Redshift hat Magnete in die Adapter integriert. Nimmt man sie vom Pedal ab, klacken sie „Face-to-Face“ zusammen. Das Paket ist dann so kompakt, dass es problemlos in der Trikottasche verschwindet, ohne dass sie den Stoff ruinieren, wie man es von scharfkantigen Cleats erwarten würde. Auch in einer großen Hosentasche finden die Pedaladapter Platz.

Für wen sind die Redshift Mousetrap Pedal-Adapter?

Die Redshift Mousetraps liefern genau das, was sie versprechen: Sie verwandeln ein sportliches Performance-Bike in Sekundenschnelle in ein alltagstaugliches Stadtrad. Die Verarbeitung ist tadellos, die mechanische Verriegelung ein Paradebeispiel für funktionales Produktdesign. Knallige Farben sind ebenfalls erhältlich – Fans gewisser Akzente werden hier fündig werden. Zudem sind weitere Pedalplattformen in der Entwicklung.

Für wen sind die Pedal-Adapter geeignet? Das perfekte Szenario ist der Urlaub oder der urbane Pendel-Alltag. Kleines Kopfkino: Ihr kommt nach einer epischen Gravel-Tour erschöpft an der Unterkunft in den italienischen Bergen an. Nach der Dusche wartet die Pizza im Tal. Das Stadtrad hat nicht mehr ins Auto gepasst – also Mousetraps ans Gravel-Bike klicken, Sneakers an und entspannt zum Abendessen rollen. Genau für diesen Spagat zwischen Sportgerät und Alltagsesel sind die Adapter gemacht.

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Da wir Tiere lieben, musste das Kuscheltierchen in die Mausefalle.

Fazit: Würden wir die Redshift Mousetrap kaufen?

Ja. Nüchtern betrachtet sind knapp 65 € für zwei Teile aus glasfaserverstärktem Kunststoff ein verdammt stolzer Preis. Für das gleiche Geld bekommt man bereits ordentliche Plattformpedale. Wer allerdings den nervigen, permanenten Wechsel mit dem Pedalschlüssel scheut und ein mechanisch perfekt funktionierendes Gadget zu schätzen weiß, macht hier nichts falsch. Die Mousetraps sind ein Stück Luxus für den Rad-Alltag – aber eben verdammt clever durchdachter Luxus.

Tops

  • einfaches und sicheres Montagekonzept
  • flache Bauhöhe
  • magnetische Verstaumöglichkeit

Flops

  • hoher Preis

Mehr Informationen unter redshiftsports.com


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Text: Christoph Staudinger Fotos: Jan Fock

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