Mit dem P ZERO Race TLR RS bringt Pirelli einen Performance-Rennrad-Reifen an den Start, der laut Hersteller für Performance auf Profi-Niveau entwickelt wurde. Mit Motorsport-Know-how, Erfahrung aus der WorldTour und klarem Fokus auf Speed und Grip will Pirelli im Rennrad-Reifen-Test 2025 ganz vorne mitfahren. Wird der P ZERO Race TLR RS den hohen Ansprüchen gerecht?

Pirelli P Zero Race TLR RS Der beste Rennrad Reifen 2025 Test Review WEB 3363
Pirelli P ZERO Race RS | 319,9 g in 30–622 | 89,90 € | Hersteller-Website

Die TLR-Version ist die klassische Tubeless-Variante der aktuellen P-ZERO-Race-Serie, konzipiert für den Renneinsatz auf höchstem Niveau, soll der Reifen laut Pirelli besonders durch hohen Grip auch auf nassem Asphalt überzeugen. Dazu bietet der Pneu ein leichtes Profil für optimale Traktion und Know-how aus dem professionellen Radsport. Auffällig ist das moderne Branding, das dem Reifen einen sportlich auffälligen Look verleiht. Doch wie performt der P ZERO Race TLR RS im direkten Vergleich zur hauseigenen TPU-Variante P ZERO Race RS und im Vergleich zur starken Konkurrenz?

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Race-Allrounder im Performance-Test – Pirelli P ZERO Race TLR RS im Rennrad-Reifen-Test 2025

Im Test zeigt sich der P ZERO Race TLR RS als echter Allrounder mit klarer Renn-DNA. Mit 12 Watt Rollwiderstand liegt er auf Augenhöhe mit den schnellsten Allroundern wie Challenge Criterium RS, Michelin Power Cup TLR und Continental Aero 111, aber knapp 1 Watt hinter dem Testsieger Continental GP 5000 S TR. Dabei beschleunigt der Pirelli P ZERo TLR RS spritzig und hält das Tempo auch bei hohen Geschwindigkeiten problemlos.

Gegenüber der TPU-Variante P ZERO Race RS ist der P ZERO Race TLR RS rund 4,6 Watt effizienter, was sich am Rad mit zwei Reifen auf etwa 9,2 Watt summiert. Beim Grip überzeugt der Reifen mit souveräner Haftung auf Asphalt und viel Vertrauen in schnellen Kurven, dazu bleibt der Pneu auch im Sprint rutschfrei. In Kurven wirkt der Reifen etwas laufruhiger als die TPU-Version und bietet ein direktes, berechenbares Handling.

Auch beim Komfort zeigt sich der Reifen vor der TPU-Version: Unebenheiten werden gut ausgeglichen und Vibrationen besser gefiltert, ohne dass Feedback verloren geht. Im Vergleich zum Michelin Power Cup TLR Competition Line ist der Komfort zwar etwas geringer, doch bleibt das Gesamtbild positiv. Auf Schotter oder kompaktem Untergrund überrascht der Reifen mit viel Grip und Vertrauen, vor allem bedingt durch die gemessene Reifenbreite von 31,9 mm, knapp 2 mm mehr als angegeben. Die Montage gelingt mit etwas Nachdruck und einem Reifenheber problemlos. So sitzt der Reifen satt auf der Felge und dichtet zuverlässig ab.

Optisch bleibt der P ZERO Race TLR RS mit dem modernen Logo und der matten Seitenwand sportlich-zurückhaltend, das Abrollgeräusch ist angenehm dezent. Das größte Manko ist allerdings der Pannenschutz: In praktisch allen Durchstichtests landet der Reifen auf den hinteren Plätzen. Lediglich im Durchschlagschutz kann der Reifen überzeugen und platziert sich im vorderen Drittel. Der Drang nach Performance geht am Pirelli P ZERO Race TLR RS so leider auf Kosten des Pannenschutzes.

Reifeneigenschaften

Rollwiderstand

Durchschlagschutz

Durchstichschutz

Grip

Fazit zum Pirelli P ZERO Race TLR RS

Der P ZERO Race TLR RS ist ein echter Race-Reifen mit beeindruckender Performance. Der Pneu überzeugt mit starker Effizienz, sehr gutem Grip und sportlichem Handling, sowohl im Sprint als auch in der Kurve. Komfort und Montage liegen auf einem ebenfalls guten Niveau, einzig der Pannenschutz lässt klar zu wünschen übrig. Wer kompromisslose Performance sucht und das letzte Watt rauskitzeln will, ist hier richtig. Für den Trainingsalltag oder lange Touren empfiehlt sich jedoch ein pannensichereres Modell. Trotzdem: einer der schnellsten und spaßigsten Reifen im Rennrad-Reifen-Test 2025.

Tops

  • sehr guter Rollwiderstand
  • viel Grip
  • schnelles und direktes Handling

Flops

  • mangelnder Durchstichschutz

Hergestellt in Italien | Getestete Größe 30–622 | Reifenbreite in mm¹ 31,87 | Reifenhöhe in mm¹ 22,2 | Reifenhöhe + Testfelge in mm² 67,4 | Gewicht 319,9 g | Preis 89,90 €
1 gemessene Dimensionen bei 5,0 Bar, 2 Testfelge: HUNT 40 Carbon Disc 622 x 22TC (Felgenhöhe 45,2 mm)

Mehr Informationen unter pirelli.com.


Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier:
Die 13 schnellsten Rennrad-Reifen im Test – Der beste Reifen für euer Rennrad

Alle Reifen im Test: Challenge Criterium RS | Continental GP 5000 S TR | Continental Aero 111 | Continental GP 5000 TT TR | Hutchinson Blackbird Race | MAXXIS HighRoad Gen 3 | Michelin Power Cup TLR Competition Line | Pirelli P ZERO TLR RS | Pirelli P ZERO Race RS | Schwalbe Pro One TL | Specialized RapidAir TLR | Specialized S-Works Turbo TLR | Vittoria Corsa Pro TR


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Text: Calvin Zajac Fotos: Jan Fock