OPEN hat mit dem U.P.PER. CONCE.PT ein Bike gebaut, das die Richtung für kommende U.P.- und U.P.PER-Modelle vorgibt. Dabei dient das streng limitierte Concept-Chassis als Testlabor für neue Formen, Lay-up und Compliance-Konzepte. Wir durften eines der wenigen Testbikes fahren und zeigen, welche Ideen in dem Bike stecken und was wir vom neuen U.P. und UP.P.ER 2.0 OPEN erwarten können.

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OPEN U.P.PER. CONCE.PT | 7,42 kg in Größe M | 5.600,00 € | Hersteller-Website

Bereits im Mai 2025 hat OPEN mit dem streng limitierten und quasi ausverkauftem U.P.PER. CONCE.PT gezeigt, in welche Richtung sich die nächste Generation ihrer Gravel-Bikes entwickeln soll. Das Konzeptbike diente daher weniger als klassisches Bike, sondern vielmehr als technischer Ausblick auf kommende Modelle – mit klarem Fokus auf Leichtbau, Effizienz und ein Gravel-Verständnis, das Höhenmeter genauso ernst nimmt wie Komfort und Aerodynamik.

OPEN steht dabei seit jeher für eine eigenständige Herangehensweise an Bike-Design: Statt kurzen Produktzyklen und Marketing-getriebener Innovationen setzt die Marke auf gezielte Weiterentwicklung. Hinter der Brand stehen Andy Kessler, ehemaliger CEO von BMC, und Gerard Vroomen, Mitgründer von Cervélo – zwei Persönlichkeiten, die die moderne Rennrad- und Gravel-Welt maßgeblich mitgeprägt haben und ihre Erfahrung heute in einer bewusst unabhängigen Marke bündeln.

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Mit dem U.P.PER. CONCE.PT läutete OPEN eine neue Phase ein, ohne je ein klassisches Serienmodell daraus machen zu wollen. Der Name ist dabei Programm: Das „PT“ steht nicht nur für „Concept“, sondern auch für einen der wichtigsten Schritte in der Firmengeschichte – denn erstmals wurde ein OPEN-Rahmen vollständig in Portugal (PT) gefertigt. Gleichzeitig markiert das Bike den Auftakt einer neuen Designsprache und Konstruktionsphilosophie. Passend dazu blieb das CONCE.PT streng limitiert: Weltweit waren lediglich 250 Exemplare für je 5.600€ erhältlich.

Wir gehörten zu den wenigen Redaktionen, die eines dieser Testbikes fahren konnten. Inzwischen haben viele der beim CONCE.PT gezeigten Ideen ihren Weg in das neue U.P. und U.P.PER 2.0 gefunden. Grund genug, das Konzeptbike noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und einen Eindruck der neuen OPEN-Generation zu liefern.

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Reduce to the Max: Das OPEN U.P.PER. CONCE.PT im Detail

Technisch wie gestalterisch folgt das U.P.PER. CONCE.PT konsequent dem Prinzip „reduce to the max“. Die Designer von OPEN wollten ein Bike schaffen, das die neue Richtung klar zeigt. Dabei haben sie sich auf das Wesentliche konzentriert. Der bekannte OPEN-Komfort soll erhalten geblieben sein, während die Rohrformen dort aerodynamisch geschärft wurden, wo es tatsächlich einen Effekt bringt. Das Unterrohr bleibt im Querschnitt nah am bisherigen U.P.PER, erhält jedoch einen klaren aerodynamischen Trimm.

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Das schmale Steuerrohr zeigt die neue Aero-Interpretation von OPEN.
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Das filigrane Heck mit seinen schlanken Sitzstreben zeigt den klaren Fokus auf Gewicht und Flex.

Noch markanter ist das tief gezogene, schmale Steuerrohr, das die neue Aero-Ausrichtung visuell wie funktional unterstreicht. Diese technische Neuausrichtung prägt auch die Optik: Vorne wirkt das Bike mit tiefer Front, integrierter Gabel und nahtlosem Cockpit fast wie ein Aero-Rennrad, während das Heck mit extrem schlanken Sitzstreben und filigranem Sitzrohr bewusst leicht gehalten ist.

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Der sichtbare Faserverlauf …
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… und Übergänge unterstreichen den puristischen Charakter des U.P.PER. CONCE.PT.

Die Ausstattung vom OPEN U.P.PER. CONCE.PT

Obwohl das U.P.PER. CONCE.PT ausschließlich als Frameset erhältlich ist, stand uns für den Test ein komplettes High-End-Build zur Verfügung – bestehend aus Rahmen, Gabel, integriertem One-Piece-Cockpit und passender runder Sattelstütze. Alles ist auf Performance und Reduktion ausgelegt, nicht auf maximale Vielseitigkeit. Das CONCE.PT ist ausschließlich für 1x-Antriebe mit elektronischer Schaltung konzipiert und verzichtet bewusst auf eine Umwerferaufnahme, Schutzblechösen oder zusätzliche Gewinde an Gabel und Hinterbau. „Reduce to the max“ ist hier nicht nur ein Leitspruch, sondern klarer Bestandteil der Konstruktion.

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OPEN U.P.PER. CONCE.PT 2025

5.600 €

Ausstattung

Sattelstütze OPEN 27,2
Bremsen SRAM RED E1 AX 160/160 mm
Schaltung SRAM RED XPLR AXS 1 x 13
Kettenblatt 40
Vorbau OPEN 80-95 mm
Lenker OPEN 420 mm
Laufräder BikeBeat Freigeist Disc 12 x 100 / 12 x 142
Reifen Schwalbe G-One RS PRO 700 x 40c
Kurbeln SRAM RED XPLR AXS Powermeter 172,5 mm
Kassette SRAM RED XPLR XG-1391-E1 10-46T

Technische Daten

Größe M L
Gewicht 7,42 kg

Besonderheiten

Anschraubpunkte Oberrohr
Ready to paint Option

OPEN hat für die Ausstattung tief in die Premiumkiste gegriffen: Die SRAM RED XPLR AXS 1×13 mit Powermeter wird von konsequenten Leichtbau-Details wie dem GINGER-Sattel mit 3D-gedrucktem Obermaterial ergänzt. Die Schaltgruppe liefert gewohnt knackige Schaltvorgänge und ein großes Übersetzungsspektrum, das klar auf steile Anstiege und effizientes Klettern ausgelegt ist – mit enormen Reserven bergauf und limitiertem Topspeed in der Ebene.

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Der leichte GINGER-Sattel mit 3D-gedruckter Oberfläche ergänzt das Konzept aus Leichtbau und gezielter Compliance am Heck.
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Das integrierte OPEN B.A.R.-Cockpit kombiniert One-Piece-Optik mit variabler Vorbaulänge dank patentierter Innenklemmung.

Besonders spannend ist das integrierte Cockpit: Während One-Piece-Lösungen oft schön aussehen, aber selten Anpassungen erlauben, verfolgt OPEN mit dem neuen B.A.R.-System einen völlig eigenen Ansatz. Der Vorbau erlaubt dank einer patentierten internen Klemmung eine Einstellung der Vorbaulänge um 15 mm in 5-mm-Schritten – und das, ohne die Bremsleitungen zu lösen. In Kombination mit insgesamt zehn verfügbaren Lenkerformen sollen so wirklich alle die passende Position finden.

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Die Vorbaulänge wird über eine innenliegende, verschiebbare Klemmaufnahme eingestellt, die in 5-mm-Schritten nach vorne oder hinten versetzt wird und einen integrierten Look und Anpassbarkeit in einer patentierten Innenklemmung erlaubt.

Die Carbon-Laufräder stammen von BikeBeat und verleihen dem Setup spürbare Leichtfüßigkeit sowie eine hohe Laufruhe, während die Schwalbe G-One RS Pro in 40 mm Breite das Konzept zwischen Race-Gravel und Allroad abrunden sollen.

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BikeBeat-Carbonlaufräder unterstützen den leichtfüßigen Charakter mit schnellem Antritt und präzisem Handling.
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Dazu kommen schnelle Schwalbe G-One RS Pro in 40 mm Breite, die wenig Reserven im Rahmen und der Gabel lassen.

Das streng limitierte U.P.PER. CONCE.PT ist mittlerweile vollständig ausverkauft und wird durch das neue U.P.PER. 2.0 abgelöst. Dieses greift viele der hier erprobten Konzepte auf, erweitert sie jedoch um mehr Alltagstauglichkeit: Dazu zählen eine erhöhte Reifenfreiheit bis 46 mm, ein serienmäßiger Kettenfänger sowie die Option auf 1x- und 2x-Antriebe. Gleichzeitig setzt OPEN auf zeitgemäße Standards wie ein T47-Innenlager, UDH-Schaltauge sowie vollständig intern verlegte Leitungen.

Kompakt, effizient, kletterstark – Die Geometrie des OPEN U.P.PER. CONCE.PT

Auch die Geometrie des U.P.PER. CONCE.PT gibt klar die neue OPEN-DNA vor und unterstreicht den sportlich-effizienten Anspruch des Bikes. Mit 570 mm Stack und 380 mm Reach in Größe M fällt die Sitzposition angenehm kompakt aus, ohne gedrungen zu wirken – ideal für lange Anstiege und eine zentrale, kraftvolle Trittposition. Der 71,5°-Steuerwinkel in Kombination mit den 425 mm langen Kettenstreben sorgt für ein ausgewogenes Handling, das direkt, aber nicht nervös wirkt und seine Stärken vor allem auf feinem Gravel ausspielt. Der steile Sitzwinkel von 73,5° positioniert den Fahrer effizient über dem Tretlager und unterstützt eine sehr direkte Kraftübertragung am Berg. Mit 1.024 mm Radstand bleibt das Bike auch bei höherem Tempo stabil, während der moderate BB-Drop von 75 mm zusätzliche Kontrolle in Kurven und im Wiegetritt bringt.

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Größe M L
Oberrohr 545 mm 564 mm
Sattelrohr 483 mm 504 mm
Lenkwinkel 71.5° 72.5°
Sitzwinkel 73.5° 73.5°
BB drop 75 mm 73 mm
Radstand 1024 mm 1028 mm
Reach 380 mm 392 mm
Stack 570 mm 595 mm

Road-DNA auf Gravel? Das OPEN U.P.PER. CONCE.PT im Test

Angekommen auf der Teststrecke wird sofort klar: Das U.P.PER. CONCE.PT ist ein unglaublich spaßiges und direktes Gravel-Bike mit Lizenz zum Klettern. Kaum Druck auf den Pedalen, schon segelt das Bike los – leichtfüßig, effizient und mit einer überraschenden Road-Note im Antritt. Die Kombination aus dem ultraleichten Rahmen mit nur 850 g, den spritzigen BikeBeat-Laufrädern und der straffen Front bringt ein Fahrgefühl, das man eher von einem modernen Allroad-Renner erwartet als von einem Gravel-Bike.

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Was sich in den ersten Metern bereits andeutet, setzt sich im Detail konsequent fort. Der Kletterfokus zieht sich spürbar durch das gesamte Set-up: Das 40er-Kettenblatt ist eindeutig auf steile Rampen ausgelegt, begrenzt aber auf der Ebene den Topspeed. Dafür wirkt das Bike am Berg fast schwerelos. Auch im Wiegetritt bleibt es angenehm effizient, wobei man bei maximaler Belastung einen leichten Flex im Hinterbau wahrnimmt. Das passt ins Gesamtbild: CONCE.PT steht bei OPEN nicht für brutale Steifigkeit, sondern für eine Mischung aus Leichtbau, Komfort und clever dosierter Performance.

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Auch beim Komfort zeigt das Bike zwei Gesichter. Das Heck mit seiner flexy Sattelstütze arbeitet extrem sensibel und dürfte vor allem leichteren Fahrern viel Freude bereiten. Die Front bleibt dagegen sportlich-straff und liefert die nötige Präzision – was zum Kletter- und Speed-Charakter des Bikes hervorragend passt.

Das Handling wirkt insgesamt ausgewogen, eher direkt als verspielt, aber nie nervös und positioniert sich klar im sportlichen Gravel-Segment. Auf feinem Gravel fährt es sich am wohlsten: schnell, kontrolliert und mit einer spürbaren Leichtigkeit, die zum Spielen einlädt. Auf grobem Terrain zeigen die 40-mm-G-One RS Pro-Pneus von Schwalbe dagegen ihre Grenzen – Grip und Reserven sind hier limitiert, was sich besonders auf ruppigen Abfahrten bemerkbar macht.

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Unterm Strich präsentiert sich das U.P.PER. CONCE.PT als pures Performance-Gravel-Bike mit Road-DNA und Bergfokus. Ein Bike, das Höhenmeter liebt, auf schnellen Schotterpassagen glänzt und sich vor allem an alle richtet, die ein ultraleichtes, reaktives und emotionales Gravel-Erlebnis suchen – weniger an jene, die maximale Reserven im Gelände brauchen.

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Für wen ist das OPEN U.P.PER. CONCE.PT?

Das U.P.PER. CONCE.PT ist ein Spezialist für bergiges Terrain und schnelle Gravel-Runden. Mit dem geringen Gewicht, der klar kletterorientierten Geometrie und dem direkten, Roadbike-artigen Vortrieb richtet es sich an diejenigen, die Effizienz und Leichtfüßigkeit klar über maximale Reserven im groben Gelände stellen.

Da das CONCE.PT jedoch streng limitiert und fast vergriffen ist, rücken heute vor allem die neuen U.P.- und U.P.PER. 2.0 -Modelle in den Fokus. Viele der Ideen, die das CONCE.PT vorgegeben hat, sollen dort weiterleben. Wie nah die Serienmodelle dem Fahrgefühl des Konzeptbikes tatsächlich kommen, kann allerdings erst ein separater Test zeigen.

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Helm Specialized S-Works Prevail 3 Fjällräven | Brille Shimano Equinox Photochromatic | Trikot GONSO ROAD JERSEY M | Shorts GONSO RIDE MILES BIB LONG CIRCLE M | Schuhe Giro Privateer Lace
Socken Pas Normal Studios Solitude Socks | Weste GONSO ROAD VEST

Fazit zum U.P.PER. CONCE.PT

Mit dem U.P.PER. CONCE.PT wollte OPEN kein weiteres Gravel-Bike auf den Markt bringen, sondern ein technisches Statement setzen – und genau das ist gelungen. Das streng limitierte Konzeptmodell zeigt klar, wohin sich die Marke in Sachen Formensprache, Fertigung und Fahrcharakter bewegt. Viele der hier erstmals skizzierten Ideen finden sich inzwischen in der neuen Generation von U.P. und U.P.PER wieder. Wer bergige Gravel-Runden liebt, Leichtfüßigkeit schätzt und ein puristisches, technisch präzises Performance-Bike sucht, findet im CONCE.PT das Sinnbild dieser Philosophie – und in den Serienmodellen die realistische Möglichkeit, ihr ganz nah zu kommen.

Tops

  • lebendiges Handling
  • direkter Antritt
  • anpassbare Vorbaulänge

Flops

  • Rahmenformen und Sichtcarbon Geschmackssache
  • Reifenfreiheit am U.P.PER CONCE.PT etwas limitiert

Mehr informationen unter opencycle.com

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Text & Fotos: Jan Fock