Das erste Update des HighRoad SL! MAXXIS stellt die zweite Generation ihres Premium-Race-Reifens vor. Das Ziel ist klar: absoluter Speed bei geringem Gewicht.
Neu gibt es den HighRoad SL jetzt auch als getrennte Tube-Type- und Tubeless-Variante, für die MAXXIS eine bessere Performance verspricht. Aber kann der Rennradreifen auch im Test überzeugen?

MAXXIS HighRoad SL | 700C x 28C |184 g (Clincher) / 275 g (Tubeless) | 43,03 € (Clincher) / 47,71 € (Tubeless) | Hersteller -Website

Es gibt wohl kaum ein schöneres Gefühl, als auf einem frisch geteerten Asphalt dem nächsten Ortsschild entgegenzusprinten. Roadies stecken oft Hunderte von Euros in kleinste Optimierungen an ihrem Bike, um ihre Leistung und den Fahrspaß zu steigern. Dabei stehen aerodynamische Verbesserungen, Gewichtsreduzierung und optimierte Antriebssysteme im Vordergrund. Ein Upgrade, das oft vernachlässigt wird, sind die Reifen. Dabei stellen sie den einzigen Kontakt zum Boden dar und bieten ein enormes Optimierungspotenzial. Mit dem HighRoad SL stellt MAXXIS die zweite Generation ihres Top-End-Reifens vor. Entweder in der federleichten Tube-Variante oder in der hookless-kompatiblen Tubeless-Variante.

Die verstärkte Seitenwand macht den HighRoad SL (TR) für Hookless-Felgen kompatibel und sorgt außerdem dafür, dass Milch und Luft beim Tubeless-Setup drin bleiben.

Der neue MAXXIS Rennradreifen – Was wurde am HighRoad SL optimiert?

Auf den ersten Blick lässt sich der Unterschied zum Vorgänger nur durch die aktualisierte Verpackung erkennen. Diese ist nun, wie bereits beim MAXXIS Re-Fuse-Reifen, bis zu 90 % aus recyceltem Material hergestellt. Allerdings hat sich auch am Reifen einiges getan. Erhältlich in zwei Varianten möchte der MAXXIS HighRoad SL eine breitere Zielgruppe ansprechen da die tubeless Variante jetzt auch mit hakenlosen Felgen kompatibel ist.

Obwohl tubeless beim Mountainbike und am Gravel-Bike längst Einzug gehalten hat, stellt sich vielen Roadies weiterhin die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, das Bike auf tubeless umzurüsten. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen: Das Fahren ohne Schlauch erhöht spürbar Komfort und Grip und ermöglicht eine Leistungseinsparung von 5 bis 15 Watt im Vergleich zu einem Tube-Type-Reifen – ganz nebenbei erhöht sich dabei auch noch der Pannenschutz.

Auf glattem Asphalt rollt der profillose HighRoad SL butterweich.
MAXXIS neue Verpackung besteht bis zu 90 % aus Recyclingmaterialien.

Mit der bewährten HYPR-S-Gummimischung und einer neuen Turn-up-Konstruktion möchte MAXXIS gleichzeitig den Pannenschutz sowie das Gewicht optimieren. Leichter, stabiler und flexibler soll der HighRoad SL geworden sein, auch durch die Verwendung einer dünnen Seitenwand – vor allem bei der Schlauch-Variante. In der Wulst des Reifens wurden Kohlefasern aka Carbon verarbeitet, die für einen sicheren Halt auf der Felge sorgen sollen und gleichzeitig das Gewicht niedrig halten.

Der schnellste Rennradreifen? MAXXIS HighRoad SL im ersten Test

MAXXIS ist bekannt für seine auffallend gelben Schriftzüge. Auch wenn dies nicht auf das gesamte Produktportfolio zutrifft, hätten wir uns persönlich eine vergleichbare Optik für den Premium-Rennradreifen gewünscht. Ein gelber Schriftzug hätte das Gesamtpaket des HighRoad SL, der für schnelle Fahrperformance entwickelt wurde, perfekt abgerundet.

Durch die Verwendung von 20 mm breiten Aero-Laufrädern haben wir uns dazu entschieden, den HighRoad SL in 28 mm zu testen. Nach reibungsloser Tubeless-Montage und auf 4 Bar aufgepumpt, ging es für uns auf die Teststrecke. Beim Start fällt der leichte Antritt sofort auf und auch in engen Kurven kann MAXXIS überzeugen. Vor allem bei trockener Fahrbahn schafft der HighRoad SL schnell Selbstvertrauen, sich tief in Kurven zu legen. Mit 275 g (selbst nachgewogen) ist es nicht der leichteste im Vergleich zu anderen Performance-Reifen. Neben dem Tubeless-Modell sind wir auch die Schlauch-Variante gefahren. Der nur 184 g leichte Reifen rollt nochmal leichter über die Straße. Damit gehört der HighRoad SL laut Bicycle Rolling Resistance zu den leichtesten Reifen seiner Klasse. Am Ende bleibt es allerdings euren persönlichen Präferenzen überlassen, ob der Reifen mit oder ohne Schlauch gefahren werden soll.

Die Tube-Type-Variante verfügt über eine sehr dünne Seitenwand mit glänzender Optik.

Neben dem Gewichtsunterschied der beiden Varianten sticht auch eine andere Optik hervor. Die dünne, glänzende Karkasse des Tube-Type-Reifens fällt auf, lässt aber an der Widerstandsfähigkeit des Reifens zweifeln. Eine Aussage zum Pannenschutz lässt sich nach ein paar Hundert km noch nicht treffen – von platten Reifen sind wir allerdings verschont geblieben.

Tuning-Tipp: Tube Type montiert mit TPU-Schlauch sorgt für maximale Gewichtsersparnis.

Fazit zum neuen MAXXIS HighRoad SL

Der MAXXIS HighRoad SL überzeugt als schneller Performance-Reifen mit hervorragendem Antritt und einer unkomplizierten Tubeless-Montage. Als Zeitfahrreifen bietet er auf glattem Asphalt ein äußerst smoothes Fahrgefühl, was durch guten Kurvengrip abgerundet wird. Im Vergleich zu anderen Reifen ist der HighRoad SL nicht der leichteste, befindet sich aber im soliden Mittelfeld. Die Tube-Type-Variante hingegen gehört zu den leichtesten Reifen im Vergleich.

Tops

  • sehr schneller Antritt
  • sehr leichte Schlauch-Variante
  • guter Kurvengrip
  • einfache Montage

Flops

  • wenig Vertrauen in den Pannenschutz des Schlauchreifens

Mehr Infos unter maxxistires.de


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Text: Jan Fock Fotos: Jan Richter