Der WTB Resolute kommt mit stolz geschwellter Heldenbrust: durchgehend kräftiges Profil und satte 50 mm Breite sorgen für einen wuchtigen Auftritt. Als Allwetter-Gravel beworben, soll er vor allem eines: die Elemente zähmen und durchgehend top Grip liefern. Schafft er das – und wie schlägt er sich, wenn das Tempo steigt?

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WTB Resolute | 668,6 g in 50-622 | 59,95 € | Hersteller-Website

Der Resolute stammt von WTB, einer Marke mit Geschichte: seit 1982 im Geschäft, zunächst mit Sätteln, Zubehör und Stahl-Bikes, später auch als eine der ersten Firmen mit einem 29″-Reifen im Jahr 1999. Gravel-Reifen hat WTB seit 2020 im Programm, ergänzt durch Tubeless-Zubehör bis hin zu kompletten Laufrädern.

Im Gravel-Segment bietet WTB mittlerweile acht Modelle an. Im Test standen neben dem Resolute auch der Vulpine und Vulpine S – wobei der Resolute klar das gröbste Profil mitbringt und nur ab 50 mm Breite erhältlich ist. Das unterstreicht den bulligen Charakter zusätzlich. Die Stollen sind in der Mitte enger angeordnet und bilden eine Art unterbrochenen Steg, während sich das Profil zu den Seiten hin weiter öffnet, um auch bei schlammigen Bedingungen nicht zuzusetzen.

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Viva la Resolution – Der WTB Resolute im Gravel-Reifen-Test 2026

Der WTB Resolute bringt satte 668 g auf die Waage und ist damit einer der schwersten im Testfeld – sogar noch 50 g schwerer als der 55 mm breite MTB-Reifen Dubnital von Continental. Seine Adipositas lässt sich also nicht nur auf die große Breite des Resolute schieben. Aber genau dieses hohe Gewicht merkt man beim Antritt: Der Reifen kommt nur zäh auf Tempo. Im Labor bestätigt sich der Eindruck mit 21,8 W Rollwiderstand – Bestwert in Sachen Ineffizienz. Ganze 10 W Abstand zum schnellsten Testreifen, ergibt satte 20 W paarweise.

Im Gelände macht er dafür vieles wieder wett: Der Resolute liefert massiven Kurvengrip, egal ob auf groben oder nassen Böden. Die breiten Pneus verzahnen sich zuverlässig mit dem Untergrund und bieten enorme Traktion ohne spürbaren Schlupf. Dafür ist das Feedback etwas schwammig und das Einlenken träge, was natürlich dem hohen Volumen und Gewicht geschuldet ist. Wer sich an das träge, indirekte Feedback vom Untergrund gewöhnt, bekommt im Gegenzug nahezu grenzenlosen Grip.

Beim Komfort spielt der Resolute seine Bauart voll aus: Die 50 mm sorgen für spürbar mehr Dämpfung als bei den meisten 45ern im Testfeld, und der Reifen ermöglicht fast schon sänftenartiges Gleiten über Schotter. Auch beim Pannenschutz gibt es keinen Ausreißer – Durchschlagschutz und Durchstichwerte liegen im soliden Mittelfeld und passen zum insgesamt robusten Testeindruck des Resolute.

AGILITÄT

  1. träge
  2. ausgeglichen
  3. verspielt

GRIP

  1. niedrig
  2. hoch

KOMFORT

  1. gering
  2. hoch

ROLLWIDERSTAND

  1. langsam
  2. schnell

DURCHSCHLAGSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

DURCHSTICHSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

Fazit zum WTB Resolute

Der WTB Resolute punktet mit guter Compliance und starkem Kurvengrip. Ideal für Abenteurer und Langstreckenfahrer – die es nicht so eilig haben – ist der Reifen durch seinen hohen Pannenschutz und das hohe Maß an Komfort geeignet. Aber der Resolute punktet nicht überall. Das große Volumen sorgt für ein schwammiges Fahrgefühl, und bei der Effizienz ist der Dicke von WTB klar das Schlusslicht im Test – entsprechend kraftraubend auf langen Strecken.

Tops

  • ausgezeichnete Dämpfung
  • mehr als genug Grip auf jedem Terrain

Flops

  • schwammiges Fahrverhalten
  • nicht besonders agil

Herstellungsland Taiwan | Maße (ETRO) 50-622 | Breite in mm¹ 48,3
Höhe in mm¹ 44,93 | Gewicht 668,6 g | Preis 59,95 €
¹gemessene Dimensionen mit 1,75 – 3,0 Bar, abhängig von Reifenbreite

Mehr Informationen unter wtb.com.


Das Testfeld

Dieser Reifen wurde im Rahmen des Gravel-Reifen-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Gravel-Reifen erhaltet ihr im großen großen Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026. Für die Top-Modelle im Rennbereich schaut ihr euch am besten den Race-Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026 an.

Challenge: Getaway XP | Gravine XP
Continental: Dubnital | Terra Adventure | Terra Competition | Terra Hardpack | Terra Speed
Goodyear: Connector Inter | Connector Speed
Hutchinson: Caracal Race
MAXXIS: Rambler | Reaver
Michelin: Power Adventure | Power Gravel
Pirelli: Cinturato Gravel H | Cinturato Gravel M | Cinturato Gravel S
Rene Herse: Corkscrew Climb TC Semi-Slick
Schwalbe: G-One RS Pro | G-One RX Pro | G-One R Pro | Thunder Burt | G One Overland Pro
Specialized: Pathfinder TLR | Tracer TLR | Terra TLR
Vittoria: Terreno Pro T30 | Terreno Pro T50 | Terreno Pro T60
WTB: Vulpine S | Vulpine | Resolute

Der beste Gravel Reifen Race Allrounder Vergleich 2026 Test Review WEB 03740 1140x760


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Text: Julian Schwede Fotos: Jan Fock

Wer schreibt hier?

Julian Schwede
Freelance Editor

Juli ist es gewohnt, mit großen Kalibern umzugehen. Er schraubt nicht nur gerne an seinem Bike, sondern hat nach seiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker an der Königsklasse der Kraftfahrzeuge – Omnibussen – getüftelt und gewerkelt. Als ihm die Entwicklung auf Elektroantriebe im Großformat zu langsam ging, hat er technische BWL studiert und nebenher Tische aus Carbon gebaut. Während sein Dirtbike aus dicken Alu Rohren geschweißt ist, besteht sein Fully ebenfalls aus den schwarzen Fasern und hat ihn schon auf einige Gipfel gebracht. Doch auch angeseilt erklimmt er Berge gern über Klettersteige oder senkrecht an der Wand. Mittlerweile fährt er statt seinem eigenen Bike fast nur noch Bikes aus dem Office-Keller und testet sie auf Leib und Lenker. Neben Bike Reviews kümmert Juli sich auch um das tägliche Newsgeschäft und bezeichnet sich selbst als rasenden Reporter “Carlos Columbus”.

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