Der Vittoria Terreno Pro T50 steht für absolute Race-Performance auf vielseitigem Untergrund und soll der Alleskönner im Portfolio der Italiener sein. Doch wie schlägt sich der Gravel-Reifen im großen Test um den besten Gravel-Reifen 2026? Wir hatten den nachhaltigen Allrounder im Test.

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Vittoria Terreno Pro T50 | 699,8 g in 45-622 | 88,95 € | Hersteller-Website

Mit dem Terreno Pro T50 will Vittoria den ultimativen Allround-Gravel-Reifen im Programm haben. Der Pneu soll auf jedem Untergrund bestehen und dabei durch hervorragende Effizienz glänzen. Dazu kommt der hohe Anteil an erneuerbaren und recycelten Materialien: In der Pro-Serie bestehen die Vittoria Gravel-Reifen laut Hersteller zu 92 % aus recycelten und erneuerbaren Materialien – daher auch die markante braune Farbe im Naturgummi-Look.

Doch wie kann ein Gravel-Reifen auf allen Untergründen performen? Zentral ist wie immer das Profil, und hier setzt Vittoria auf eine V-förmige Anordnung der bekannten Struktur aus sechseckigen Stollen. In der zentralen Lauffläche rücken die nur minimal hohen Noppen für maximale Effizienz dicht zusammen, weiter an den Flanken folgen größere Stollen mit mehr Platz und schließlich aggressive Seitenstollen für das Maximum an Grip.

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Nachhaltig griffig – Vittoria Terreno Pro T50 im Gravel-Reifen-Test 2026

Klingt alles spannend, doch wie schlägt sich der Allrounder im Test? Schon das Gewicht wirft Fragen auf, denn mit 700 g ist der Terreno Pro T50 der schwerste Gravel-Reifen im gesamten Testfeld. Selbst die Konkurrenz aus dem eigenen Haus ist knapp 35 g leichter. Fraglich ist auch, warum der deutlich aggressivere T60 weniger auf die Waage bringt. Das schlägt sich auch in der Effizienz nieder: Mit 15,7 W ist der T50 etwa gleichauf mit dem Terreno Pro T30, aber insgesamt knapp 0,7 W langsamer als der Schnitt. Im Vergleich zu ähnlich vielseitig aufgestellten Gravel-Reifen wie dem Schwalbe G-One Overland Pro oder dem Specialized Terra TLR fehlen fast 2 W.

Wo der Terreno Pro T50 dagegen richtig aufdrehen kann, ist beim Grip. Hier zeigt sich der Entwicklungssprung zum T30 deutlich, verfügt der T50 doch über spürbar mehr Traktion und Kontrolle. Zwar nicht ganz so extrem wie der T60, aber insgesamt sehr gut. So sorgt der Pneu eigentlich in jeder Kurve und auf jedem Untergrund für ausreichend Grip. Also kein Gravel-Reifen, bei dem man sich Sorgen machen muss. Das spiegelt sich auch im Handling wider, denn der Terreno Pro T50 liegt klar auf der agilen Seite, deutlich agiler als der T30 und noch ein Stück verspielter als der T60. Und das Ganze, ohne unzuverlässig oder unsicher zu werden.

Bei der Compliance zeigt sich der Gravel-Reifen wie die anderen Vittoria Reifen im Test eher durchschnittlich. Das Casing fällt härter aus als bei der Konkurrenz. Wer etwas mehr Komfort herausholen will, sollte mit weniger Druck als gewohnt fahren. Beim Pannenschutz setzt sich das von den Vittoria Gravel-Reifen bekannte Muster fort: Der Durchschlagschutz fällt überdurchschnittlich gut aus, der Durchstichschutz leider nur unterdurchschnittlich.

AGILITÄT

  1. träge
  2. ausgeglichen
  3. verspielt

GRIP

  1. niedrig
  2. hoch

KOMFORT

  1. gering
  2. hoch

ROLLWIDERSTAND

  1. langsam
  2. schnell

DURCHSCHLAGSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

DURCHSTICHSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

Fazit zum Vittoria Terreno Pro T50

Der Vittoria Terreno Pro T50 bietet viel Grip und einen verbesserten ökologischen Fußabdruck, verpackt im schicken, braunen Naturgummi-Look. So will der Pneu vor allem auf gemischtem Untergrund überzeugen, und das agile Handling gefällt dabei besonders. Leider bleiben Abstriche im Komfort und vor allem beim Durchstichschutz nicht aus. Insgesamt ein solider Gravel-Reifen mit ein paar Schwächen – weiß man aber, was man bekommt, kann das sehr gut passen.

Tops

  • gutes Grip-Level
  • nachhaltiger Ansatz bei der Herstellung

Flops

  • unterdurchschnittlicher Durchstichschutz

Herstellungsland Thailand | Maße (ETRO) 45-622 | Breite in mm¹ 44,7
Höhe in mm¹ 40,93 | Gewicht 699,8 g | Preis 88,95 €
¹gemessene Dimensionen mit 1,75 – 3,0 Bar, abhängig von Reifenbreite

Mehr Informationen unter vittoria.com.


Das Testfeld

Dieser Reifen wurde im Rahmen des Gravel-Reifen-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Gravel-Reifen erhaltet ihr im großen großen Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026. Für die Top-Modelle im Rennbereich schaut ihr euch am besten den Race-Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026 an.

Challenge: Getaway XP | Gravine XP
Continental: Dubnital | Terra Adventure | Terra Competition | Terra Hardpack | Terra Speed
Goodyear: Connector Inter | Connector Speed
Hutchinson: Caracal Race
MAXXIS: Rambler | Reaver
Michelin: Power Adventure | Power Gravel
Pirelli: Cinturato Gravel H | Cinturato Gravel M | Cinturato Gravel S
Rene Herse: Corkscrew Climb TC Semi-Slick
Schwalbe: G-One RS Pro | G-One RX Pro | G-One R Pro | Thunder Burt | G One Overland Pro
Specialized: Pathfinder TLR | Tracer TLR | Terra TLR
Vittoria: Terreno Pro T30 | Terreno Pro T50 | Terreno Pro T60
WTB: Vulpine S | Vulpine | Resolute

Der beste Gravel Reifen Race Allrounder Vergleich 2026 Test Review WEB 03740 1140x760


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Text: Calvin Zajac Fotos: Jan Fock

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