Der Schwalbe G-One RS Pro ist der Klassiker, wenn es um schnelle Gravel-Reifen geht. So setzt der Pneu kompromisslos auf maximale Geschwindigkeit. Doch bleiben dabei Grip und Pannenschutz auf der Strecke? Wir hatten den Speed-Spezialisten im großen Test um den besten Gravel-Reifen 2026.

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Schwalbe G-One RS Pro | 516 g in 45-622 | 74,90 € | Hersteller-Website

Mit dem G-One RS Pro will Schwalbe nicht nur den schnellsten Gravel-Reifen im eigenen Lineup stellen, sondern auch generell einen der schnellsten überhaupt. Dazu wirbt Schwalbe mit Erfolgen im Profisport und zahlreichen Siegen des Gravel-Reifens. Das Meisterstück gelingt durch ein besonderes Profil: Eine schuppenartige, besonders breite Lauffläche mit minimalen Noppen sorgt für maximale Effizienz, dazu kommen höhere und breitere Stollen an den Seiten für mehr Grip in Kurvenlage.

Besonders spannend ist dabei, dass das Profil nicht nur auf die Fahrtrichtung ausgelegt ist, sondern je nach Einsatz an Front oder Heck unterschiedlich montiert wird. Am Heck für mehr Grip und an der Front für maximale Effizienz. Ein cleveres Konzept, doch kann der G-One RS Pro den hohen Anspruch im direkten Vergleich auch einlösen?

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Speed-König mit Eigenheiten – Schwalbe G-One RS Pro im Gravel-Reifen-Test 2026

Der deutsche Hersteller will mit dem Schwalbe G-One RS Pro nur eines: den schnellsten Gravel-Reifen überhaupt, doch gelingt das auch? Mit einem Gewicht von 516 g scheinen die Voraussetzungen schon zu passen – zwar nicht der leichteste im Testfeld, aber deutlich unter dem Schnitt von 570 g. Zudem mit Abstand der leichteste Schwalbe-Reifen im Test. Doch stimmt die Theorie: Je weniger Material, desto höher ist die Effizienz? Zumindest beim G-One RS Pro scheint das zu hinzukommen: Mit einem Rollwiderstand von 10,6 W ist der G-One RS Pro der schnellste Gravel-Reifen im gesamten Testfeld – 0,5 W schneller als der nächstbeste, der Continental Terra Competition. Dabei liegen die beiden Reifen klar an der Spitze und sind die Einzigen, die die magische 12-W-Grenze durchbrechen.

Beim Grip bietet der G-One RS Pro gerade auf festem Untergrund dank der breiten Auflagefläche und der griffigen Gummimischung viel Halt. Wird es allerdings soft oder gar matschig, kommt das geringe Profil schnell an seine Grenzen und verliert Grip. Wirklich gut ist der Pneu dagegen auf leichtem Schotter. Hier scheint er geradezu am Boden zu kleben, obendrein erhöht sich das Grip-Level bei Schräglage spürbar durch die aggressiveren Flanken. Und genau die bestimmen auch das Handling, denn durch die breite Lauffläche ergibt sich ein eher träges Fahrverhalten. So fährt sich der Gravel-Reifen wie auf Schienen, braucht mehr Einsatz in Kurven. Dazu neigt er durch die soften Seitenstollen zum Abkippen auf die Flanken – super schnell, aber nicht unbedingt spaßig.

Die Compliance ist dagegen wirklich überzeugend und auf einer Ebene mit dem Schwalbe Thunder Burt. Das weiche Casing und geringe Profil spielen dabei mit rein. Beim Pannenschutz siedelt sich der G-One RS Pro besser als der Schnitt an, dabei überzeugt vor allem der Durchstichschutz, wobei die Messung zwischen den Noppen dem glatten Profil zugutekommt. Der Durchschlagschutz liegt im Schnitt.

AGILITÄT

  1. träge
  2. ausgeglichen
  3. verspielt

GRIP

  1. niedrig
  2. hoch

KOMFORT

  1. gering
  2. hoch

ROLLWIDERSTAND

  1. langsam
  2. schnell

DURCHSCHLAGSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

DURCHSTICHSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

Fazit zum Schwalbe G-One RS Pro

Der Schwalbe G-One RS Pro steht für maximale Effizienz und beweist das auch im Test um den besten Gravel-Reifen 2026 eindrucksvoll. Dabei überzeugt – wie zu erwarten – die hohe Geschwindigkeit, aber auch das Grip-Level auf festem Untergrund und vor allem die hervorragende Compliance gefallen. Abstriche gibt es dagegen im trägen Handling, das etwas Eingewöhnung erfordert. Wer kompromisslose Geschwindigkeit auf Gravel sucht, kommt am G-One RS Pro kaum vorbei und kann ihn auch nach wie vor wunderbar mit einem G-One R oder RX an der Front für ein agileres und griffigeres Handling paaren.

Tops

  • sehr hohe Effizienz
  • guter Grip
  • gute Compliance

Flops

  • gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten

Herstellungsland Vietnam | Maße (ETRO) 45-622 | Breite in mm¹ 43,7
Höhe in mm¹ 39,83 | Gewicht 516 g | Preis 74,90 €
¹gemessene Dimensionen mit 1,75 – 3,0 Bar, abhängig von Reifenbreite

Mehr Informationen unter schwalbe.com.


Das Testfeld

Dieser Reifen wurde im Rahmen des Gravel-Reifen-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Gravel-Reifen erhaltet ihr im großen großen Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026. Für die Top-Modelle im Rennbereich schaut ihr euch am besten den Race-Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026 an.

Challenge: Getaway XP | Gravine XP
Continental: Dubnital | Terra Adventure | Terra Competition | Terra Hardpack | Terra Speed
Goodyear: Connector Inter | Connector Speed
Hutchinson: Caracal Race
MAXXIS: Rambler | Reaver
Michelin: Power Adventure | Power Gravel
Pirelli: Cinturato Gravel H | Cinturato Gravel M | Cinturato Gravel S
Rene Herse: Corkscrew Climb TC Semi-Slick
Schwalbe: G-One RS Pro | G-One RX Pro | G-One R Pro | Thunder Burt | G One Overland Pro
Specialized: Pathfinder TLR | Tracer TLR | Terra TLR
Vittoria: Terreno Pro T30 | Terreno Pro T50 | Terreno Pro T60
WTB: Vulpine S | Vulpine | Resolute

Der beste Gravel Reifen Race Allrounder Vergleich 2026 Test Review WEB 03740 1140x760


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Text: Calvin Zajac Fotos: Jan Fock

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