Mit dem Reaver zeigt MAXXIS seinen Ansatz für Hardpack und schnelle Gravel-Runden. Das geringe Profil auf der Lauffläche, kombiniert mit groben Seitenstollen, soll für schnellen Geradeauslauf und trotzdem sicheren Kurvengrip sorgen. Wie gut ist diese Kombination und was sind die Neuerungen der zweiten Reaver-Generation?

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MAXXIS Reaver | 510,7 g in 45-622 | 58,50 € | Hersteller-Website

Der MAXXIS Reaver stammt aus dem Hause MAXXIS – einem der größten Player im MTB-Bereich, präsent bei World Cups und in Bikeparks weltweit –, aber kann MAXXIS auch Gravel? Der Reaver geht bereits in seine zweite Generation und setzt, ähnlich wie der MAXXIS Rambler, vor allem bei den inneren Werten an.

Neu ist die HYPR-X-Gummimischung, die Road- und MTB-Technologien verbinden soll: HYPR aus dem Rennrad- trifft auf MaxxSpeed aus dem Offroad-Segment und ersetzt den bisherigen Dual Compound. Dazu kommt die bekannte EXO-Karkasse aus dem MTB-Sektor, die mit neuem Material und jetzt 120 TPI den Pannenschutz verbessern soll – bei gleichem Gewicht. Optisch bleibt das Profil unverändert: flache Stollen im Diamantschliff auf der Lauffläche und große, kantige Stollen an den Schultern, ergänzt durch ein neues Branding, das jetzt weniger ans MTB-Lineup erinnert. Mit 510 g bleibt der Reaver 60 g unterm Durchschnittsgewicht im Testfeld – was er daraus macht, zeigt der Test.

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Ride it like you stole it – Der MAXXIS Reaver im Gravel-Reifen-Test 2026

Der MAXXIS Reaver macht seinem Namen „Plünderer” im Test nur bedingt Ehre – schnell aus dem Staub macht man sich mit ihm nicht ganz so mühelos. Auf Asphalt liegt er in Sachen Rollwiderstand überraschend nah am Rambler, obwohl dieser deutlich mehr Profil mitbringt. Statt leichtfüßig liegt der Reaver breit auf dem Untergrund und gibt sich insgesamt eher zäh als spritzig. Das merkt man bei schnellen Kurvenwechseln in Form von mangelnder Agilität. Auch beim Pannenschutz liegt er etwas hinter dem stabileren Bruder.

Im Gelände bleibt das Bild ähnlich: Der Reaver ist berechenbar, aber weniger stark mit dem Untergrund verzahnt als der stärker profilierte Konzernbruder Rambler. In Schotterkurven wird man leicht nach außen getragen, ohne dass es jedoch unkontrolliert wird – alles bleibt vorhersehbar. Bei schnellen Ausweichmanövern und starker Schräglage greifen die großen Seitenstollen dann zuverlässig, was für zusätzliche Sicherheit sorgt.

Beim Komfort zeigt sich die größte Schwäche: Der Reaver kommt nicht an den Rambler heran, neigt zum Aufschaukeln und wirkt insgesamt unterdämpft. Der Rebound ist zu stark, wodurch es bei ruppigem Untergrund zu spürbarem Hoppeln kommt und Fahrer am Lenker wie im Sattel stark durchgeschüttelt werden.

AGILITÄT

  1. träge
  2. ausgeglichen
  3. verspielt

GRIP

  1. niedrig
  2. hoch

KOMFORT

  1. gering
  2. hoch

ROLLWIDERSTAND

  1. langsam
  2. schnell

DURCHSCHLAGSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

DURCHSTICHSCHUTZ

  1. gering
  2. hoch

Fazit zum MAXXIS Reaver

Der MAXXIS Reaver ist im Prinzip der abgespeckte Bruder des MAXXIS Rambler. Agilität, Laufkultur und Spritzigkeit entsprechen aber nicht dem Level, was vom geringen Profil suggeriert wird. Er schafft es nicht, sich durch gesteigerte Effizienz so deutlich abzusetzen, dass damit die geringere Bodenhaftung gerechtfertigt wäre. Die klare Empfehlung im Test bleibt daher beim Rambler, der insgesamt mehr Grip und Sicherheit bietet, ohne durch zähes Rollverhalten negativ aufzufallen.

Tops

  • berechenbare Kurventraktion

Flops

  • schwimmt auf Schotter auf
  • trotz wenig Profil nicht besonders effizient

Herstellungsland Taiwan | Maße (ETRO) 45-622 | Breite in mm¹ 46,8
Höhe in mm¹ 41,63 | Gewicht 510,7 g | Preis 58,50 €
¹gemessene Dimensionen mit 1,75 – 3,0 Bar, abhängig von Reifenbreite

Mehr Informationen unter maxxis.com.


Das Testfeld

Dieser Reifen wurde im Rahmen des Gravel-Reifen-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Gravel-Reifen erhaltet ihr im großen großen Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026. Für die Top-Modelle im Rennbereich schaut ihr euch am besten den Race-Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026 an.

Challenge: Getaway XP | Gravine XP
Continental: Dubnital | Terra Adventure | Terra Competition | Terra Hardpack | Terra Speed
Goodyear: Connector Inter | Connector Speed
Hutchinson: Caracal Race
MAXXIS: Rambler | Reaver
Michelin: Power Adventure | Power Gravel
Pirelli: Cinturato Gravel H | Cinturato Gravel M | Cinturato Gravel S
Rene Herse: Corkscrew Climb TC Semi-Slick
Schwalbe: G-One RS Pro | G-One RX Pro | G-One R Pro | Thunder Burt | G One Overland Pro
Specialized: Pathfinder TLR | Tracer TLR | Terra TLR
Vittoria: Terreno Pro T30 | Terreno Pro T50 | Terreno Pro T60
WTB: Vulpine S | Vulpine | Resolute

Der beste Gravel Reifen Race Allrounder Vergleich 2026 Test Review WEB 03740 1140x760


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Text: Julian Schwede Fotos: Jan Fock

Wer schreibt hier?

Julian Schwede
Freelance Editor

Juli ist es gewohnt, mit großen Kalibern umzugehen. Er schraubt nicht nur gerne an seinem Bike, sondern hat nach seiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker an der Königsklasse der Kraftfahrzeuge – Omnibussen – getüftelt und gewerkelt. Als ihm die Entwicklung auf Elektroantriebe im Großformat zu langsam ging, hat er technische BWL studiert und nebenher Tische aus Carbon gebaut. Während sein Dirtbike aus dicken Alu Rohren geschweißt ist, besteht sein Fully ebenfalls aus den schwarzen Fasern und hat ihn schon auf einige Gipfel gebracht. Doch auch angeseilt erklimmt er Berge gern über Klettersteige oder senkrecht an der Wand. Mittlerweile fährt er statt seinem eigenen Bike fast nur noch Bikes aus dem Office-Keller und testet sie auf Leib und Lenker. Neben Bike Reviews kümmert Juli sich auch um das tägliche Newsgeschäft und bezeichnet sich selbst als rasenden Reporter “Carlos Columbus”.

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