
Als schneller Mountainbike-Reifen ist der Continental Dubnital für Cross-Country-Rennen und Downcountry-Abenteuer ausgelegt. Dabei sollen bei dem Nachfolger des beliebten Race King Grip und Effizienz im idealen Gleichgewicht stehen. Also die perfekte Mischung für unseren Vergleichstest? Sofern der Reifen denn ins Bike passt, denn mit 55 mm angegebener und 54,3 mm gemessener Breite ist der Dubnital mit Abstand der breiteste Pneu im Testfeld. Da gehen selbst die meisten modernen Gravel-Bikes in die Knie. Doch mittlerweile gibt es den Pneu auch in 50 mm Breite, eine Version die zum Testzeitpunkt aber noch nicht verfügbar war.
Doch wenn der Reifen passt, soll das speziell für XC-Rennen optimierte Profil überzeugen. Dies ist vor allem für trockene bis feuchte Böden auf steinigem, hartem und lockerem Untergrund optimiert, eigentlich perfekt für die Gravel-Zielgruppe. Außerdem gilt auch, dass das, was bei Mountainbikes noch nicht als anspruchsvolles Terrain angesehen wird, schon für viele Gravel-Bikes zu viel sein kann. In der Mitte sorgen verstärkte und geschlitzte Stollen für reichlich Traktion und hohe Effizienz. Im Übergang gibt es speziell verstärkte Stollen für mehr Halt in der Kurve, und die starken Seitenstollen liefern maximalen Grip auch in rutschigen Kehren. Obendrein sorgt die schnelle Race-Karkasse für ein geringeres Gewicht.
MTB trifft Gravel – Continental Dubnital im Gravel-Reifen-Test 2026
Viel Theorie, doch wie schlägt sich der Mountainbike-Reifen nun im Test? Muss sich die Gravel-Konkurrenz verstecken? Mit 618 g ist der Dubnital etwas schwerer als die meisten Kontrahenten, doch auch nicht übermäßig, denn das schwerste Modell, der Vittoria Terreno Pro T50, wiegt ganze 700 g. Bedenkt man, dass die Gravel-Reifen im Test durchschnittlich ganze 10 mm schmaler sind, relativiert sich das Gewicht und wirkt sogar erstaunlich niedrig.
Beim Rollwiderstand überzeugt der Dubnital ebenfalls: Mit 14,7 W liegt der Reifen sogar unterhalb des Schnitts von knapp 15 W – eine starke Leistung für einen MTB-Reifen dieser Breite. Damit ist der Pneu nur knapp 4 W langsamer als der schnellste Reifen im Testfeld, der Schwalbe G-One RS Pro, und verspricht gleichzeitig deutlich mehr Traktion. Im direkten Vergleich zum zweiten MTB-Reifen, dem Schwalbe Thunder Burt, verliert der Dubnital allerdings knapp 1,5 W.
Doch genug zur Effizienz, wie steht es um die Paradedisziplin? Der Grip ist, wie könnte es anders sein, fantastisch. Gerade im Vergleich zur schmaleren Gravel-Konkurrenz bewegt sich der Continental Dubnital in einer anderen Sphäre. Das Profil greift hervorragend in den Untergrund und sorgt selbst bei Matsch für sicheren Halt. Dazu klebt der Dubnital dank der Breite, geringem Druck und der weichen Gummimischung am Boden, ob Schotter, Straße oder Waldboden. Beim Handling macht sich die Breite dann aber doch bemerkbar: Der Dubnital lenkt sich deutlich träger als die Gravel-Konkurrenz, aber keinesfalls schlecht. Dank dem runden Profil lässt sich der Pneu mit etwas mehr Druck auch spielerisch um Kurven fahren.
Die Compliance ist dagegen wieder Spitzenklasse: Hier spielen Breite, geringer Druck und weiches Casing ihre Stärken aus. Etwas weicher als der Schwalbe Thunder Burt und komfortabler als alle Gravel-Reifen im Testfeld, ist der Dubnital der klare Komfort-Sieger. Beim Pannenschutz liegt der Reifen bei Durchschlägen im Durchschnitt, beim Durchstichschutz leicht über dem Schnitt. Wer mehr will, greift zur Trail-Karkasse, muss aber ein höheres Gewicht und weniger Effizienz in Kauf nehmen.
AGILITÄT
- träge
- ausgeglichen
- verspielt
GRIP
- niedrig
- hoch
KOMFORT
- gering
- hoch
ROLLWIDERSTAND
- langsam
- schnell
DURCHSCHLAGSCHUTZ
- gering
- hoch
DURCHSTICHSCHUTZ
- gering
- hoch
Fazit zum Continental Dubnital
Durch die extreme Breite von 55 mm ist der Continental Dubnital eher speziell, die Fahreigenschaften fallen etwas träger aus und der Reifen muss ins Bike passen – bei aktuellen Gravel-Bikes nicht immer einfach. Dafür liefert der Pneu hervorragenden Grip und ist der klare Komfort-Sieger im Testfeld. Dazu bleibt der Dubnital überraschend leicht und effizient. Wer maximale Performance auf praktisch jedem Untergrund sucht und auf etwas Agilität verzichten kann, wird mit diesem Reifen glücklich.
Tops
- hervorragender Grip
- exzellente Compliance
- schickes Design
- gute Effizienz
Flops
- zu breit für die meisten Gravel-Bikes
Herstellungsland Germany | Maße (ETRO) 55-622 | Breite in mm¹ 54,3
Höhe in mm¹ 52,13 | Gewicht 617,5 g | Preis 66,95 €
¹gemessene Dimensionen mit 1,75 – 3,0 Bar, abhängig von Reifenbreite
Mehr Informationen unter continental.com.
Das Testfeld
Dieser Reifen wurde im Rahmen des Gravel-Reifen-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Gravel-Reifen erhaltet ihr im großen großen Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026. Für die Top-Modelle im Rennbereich schaut ihr euch am besten den Race-Gravel-Reifen-Vergleichstest 2026 an.
Challenge: Getaway XP | Gravine XP
Continental: Dubnital | Terra Adventure | Terra Competition | Terra Hardpack | Terra Speed
Goodyear: Connector Inter | Connector Speed
Hutchinson: Caracal Race
MAXXIS: Rambler | Reaver
Michelin: Power Adventure | Power Gravel
Pirelli: Cinturato Gravel H | Cinturato Gravel M | Cinturato Gravel S
Rene Herse: Corkscrew Climb TC Semi-Slick
Schwalbe: G-One RS Pro | G-One RX Pro | G-One R Pro | Thunder Burt | G One Overland Pro
Specialized: Pathfinder TLR | Tracer TLR | Terra TLR
Vittoria: Terreno Pro T30 | Terreno Pro T50 | Terreno Pro T60
WTB: Vulpine S | Vulpine | Resolute
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Text: Calvin Zajac Fotos: Jan Fock
