
In unserem großen Vergleichstest haben wir die besten mobilen Akku-Luftpumpen bereits gründlich unter die Lupe genommen. Mit der AS2 Ultra stellt CYCPLUS eine Pumpe vor, die auf den ersten Blick eher wie ein zu groß geratenes Feuerzeug wirkt als ein ernstzunehmendes Werkzeug. Doch der Schein trügt: Die AS2 Ultra will ein Statement in Sachen Miniaturisierung setzen.
Mit unserer Erfahrung aus dem Vergleichstest machten wir uns daran, die neue Aspirantin unserem bewährten Testprozedere auszusetzen. Dabei ist die CYCPLUS AS2 Ultra mit 90 g ohne und 106 g inklusive Silikonhülle leichter und auch kleiner als alle Pumpen, die wir im Test hatten – und das trotz Display. Mit 400 mAh ist die Kapazität des Akkus auf dem Papier eher gering, gemessen an der Gehäusegröße aber überraschend groß. Reicht das, um unterwegs und darüber hinaus auszuhelfen?
Im Test: Was kann die CYCLPLUS AS2 Ultra?
Wenn man die AS2 Ultra das erste Mal in der Hand hält, fragt man sich unweigerlich: Wo steckt hier eigentlich die Kraft? Mit ihren geringen Abmessungen von 65 x 48 x 29 mm verschwindet sie fast in der geschlossenen Faust. Die AS2 Ultra ist bereits ready für Sclaverand-Ventile („französische Ventile“). Schrader-Ventile, also die „Auto-Ventile“, können nur mit dem mitgelieferten Schlauch aufgepumpt werden. A propos mitgeliefert – ein Transportbeutel, Ballnadel, Ladekabel und Esatzdichtungen sind auch dabei.
Sobald man den Startknopf drückt, erwacht die kleine Luftverdichterin zum Leben. In knapp einer Minute ist der 28 mm breite Schwalbe Pro One Rennradreifen auf 5 bar aufgepumpt. Das schafft sie auch ganze drei Mal, beim vierten Versuch ging ihr dann die Puste aus. In puncto Geschwindigkeit bewegt sich die CYCLPLUS damit in der oberen Hälfte unseres Vergleichstests von 2025. Nach drei aufgepumpten Reifen geht ihr dann aber die Luft aus und fällt in die untere Hälfte ab. Aber Hand aufs Herz: Beim dritten Platten während einer Ausfahrt haben nicht nur die Pumpe, sondern auch wir keine Lust mehr.
Ein kritischer Punkt bei so kleinen und schnellen Kompressoren ist die Hitzeentwicklung. Reibung erzeugt Wärme – klar, und hohe Verdichtung erzeugt ebenfalls Wärme – auch klar. Aber CYCPLUS liefert glücklicherweise eine Silikonhülle mit, die weniger modisches Accessoire als vielmehr eine Überlebensnotwendigkeit für die Fingerspitzen ist: Die Hülle dämpft die Vibrationen und isoliert gegen die Hitze – und genau die kann bei hitzeempfindlichen TPU-Schläuchen schnell zum kritischen Faktor werden.
Für wen ist die CYCPLUS AS2 Ultra?
Die AS2 Ultra ist die perfekte Begleiterin für Roadies und performance-orientierte Fahrer, für die jedes Gramm zählt, die aber keine Lust auf die Unwägbarkeiten von CO2-Kartuschen haben. Auch für Pendler, die ihr Equipment ohnehin regelmäßig an die Steckdose hängen, ist sie ein Segen. Wer jedoch wochenlang im Outback ohne Stromquelle unterwegs ist oder Reifen mit riesigem Volumen (Fatbikes) befüllen will, sollte sich nach größeren Alternativen oder einer klassischen Standpumpe umsehen. Die AS2 Ultra ist eine Spezialistin für den schnellen, präzisen Einsatz, kein Langstrecken-Lastentier.
Fazit: Würden wir die CYCPLUS AS2 Ultra kaufen?
Ja, denn die CYCPLUS AS2 Ultra ist ultramobil. Mit nur 106 g inklusive der Silikonhülle und einem extrem kompakten Gehäuse ist sie die ideale Begleiterin für unterwegs und verschwindet selbst in der kleinsten Trikottasche. Die Möglichkeit, ganze drei Reifen mit einer Akkuladung aufzupumpen, ist für diese Größe beachtlich. Zudem lässt sich der gewünschte Druck – anders als anderen Mini-Pumpen dieser Größe – präzise per Display einstellen. Für rund 100 € bietet CYCPLUS hier ein überzeugendes Gesamtpaket.
Tops
- sehr klein und leicht
- einstellbarer Druck
Flops
- kein
Mehr Informationen unter cycplus.com
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Text: Christoph Staudinger Fotos: Lars Engmann
