Zwischen kompromisslosen Aero-Extremen tritt das brandneue ROSE Shave FFX in unserem Test als leichter Allrounder mit klarer Renn-DNA an. Reicht die Evolution des beliebten X-Lite aus, um sich im direkten Vergleich gegen die großen Namen des Profi-Pelotons zu behaupten?

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ROSE Shave FFX | 6,66 kg in Größe M | 8.500,00 € | Hersteller-Website

Aerodynamik ist längst nicht mehr nur ein Thema für flache Sprintetappen – sie ist in fast jeder Rennsituation ein Performance-Hebel. ROSE hat das erkannt und richtet sich neu aus: Mit dem Schritt ins Profi-Peloton als Namenssponsor der Unibet Rose Rockets und dem neuen Shave FFX wollen die Bocholter ihren Anspruch untermauern, im Race-Segment mitzumischen.

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Während Bikes andere Bikes im Vergleich Aerodynamik kompromisslos priorisieren und klar auf bestimmte Rennprofile zugeschnitten sind, verfolgt ROSE einen scheinbar gemäßigten Ansatz. Das Shave FFX soll kein radikales Aero-Monster sein, sondern ein leichtes Race-Bike, das aerodynamische Vorteile nutzt, ohne Allround-Qualitäten aufzugeben. Im Vergleichstest stellt sich damit weniger die Frage nach den besten Werten in puncto Luftwiderstand, sondern vielmehr, ob dieser evolutionäre Ansatz im direkten Duell mit den Aero-Extremen bestehen kann – und für welche Art von Rennen er am Ende die bessere Wahl ist.

Auf dem Weg zum Aero-Allrounder – Die ROSE Shave FFX-Philosophie

Mit dem Shave FFX schlägt ROSE kein völlig neues Kapitel auf, sondern schreibt ein Bekanntes konsequent weiter. Statt einen kompromisslosen Formel-1-Boliden zu entwickeln, haben die Bocholter das bewährte Race-Konzept des X-Lite in eine aerodynamisch optimierte Plattform übertragen. Das Ziel war dabei klar definiert: ein schnelles, modernes Rennrad, das Aero-Vorteile nutzt, ohne Gewicht, Fahrspaß oder Vielseitigkeit zu opfern.

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Leicht und leise
Die neuen ROSE RC55CS-Laufräder kombinieren geringes Gewicht mit aerodynamischer Felgenhöhe. Der extrem dezente Hubsound polarisiert allerdings – nicht jeder Tester steht auf Understatement. 😉
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Sportlich geschnitten!
Das schmale 37-cm-Cockpit überzeugt im Oberlenker mit angenehmer Ergonomie und erleichtert es, eine kompakte, aerodynamische Rennposition einzunehmen.

Genau dieser Anspruch prägt die konstruktive Ausrichtung des Shave FFX. ROSE verfolgt eine klassische, kontrollierte Denkweise zu minimalem Luftwiderstand, bei der Effizienz und Integration im Vordergrund stehen, ohne extreme Rohrformen oder radikale Profile zu erzwingen: Eine sichtbar aufgeräumte, aerodynamisch optimierte Front mit schmalem, tiefgezogenem Steuerrohr trifft auf ein bewusst schlank gehaltenes Heck. Die Gene des Vorgängers bleiben dabei klar erkennbar: geringes Gewicht, eine sportlich-ausgewogene Geometrie und ein Race-Gefühl, das nicht auf einen einzigen Einsatzbereich festgelegt ist. Im direkten Vergleich wirkt das Shave FFX dadurch weniger radikal als die konsequent auf Aero getrimmte Extreme, dafür deutlich vielseitiger. Das macht es nicht zu einem spezialisierten Sprint-Tool, sondern zu einem Performance-Allrounder mit klarer Renn-DNA.

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Scharf gestellt!
Mit dem Shave FFX schicken die Bocholter ihr neues Aero-Race-Bike ins Feld. Das Kürzel FFX steht für die hochwertigste Carbon-Variante im Line-up.
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Genug Platz?
Die serienmäßigen, real knapp 29 mm breiten Reifen nutzen die üppige Reifenfreiheit von 35 mm bei Weitem nicht aus – hier ist noch Spielraum für mehr Komfort und Grip.
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Green Machine
Die grüne Lackierung wirkt je nach Lichteinfall mal dezent, mal auffällig – und lässt die sichtbaren Carbon-Layups unter dem Lack durchschimmern.

Besonders deutlich wird dieser Ansatz beim Blick auf die Geometrie. Mit einem Stack-to-Reach-Wert von 1,40 positioniert sich das Shave FFX knapp unterhalb des Durchschnitts im Testfeld und unterstreicht den sportlich-aggressiven, performance-orientierten Anspruch. Mit 410 mm bleiben die Kettenstreben rennradtypisch kurz, auch wenn sie etwas länger ausfallen als bei Cervélo S5 oder Factor ONE. Der mit 985 mm sehr kompakte Radstand unterstreicht den sportlichen Charakter: agil in Kurven, aber stabil genug für hohe Geschwindigkeiten.

Größe XS S M ML L XL
Oberrohr 508 mm 527 mm 544 mm 562 mm 584 mm 612 mm
Sattelrohr 435 mm 470 mm 492 mm 512 mm 537 mm 575 mm
Steuerrohr 110 mm 120 mm 135 mm 155 mm 180 mm 205 mm
Lenkwinkel 71.5° 73° 73.25° 73.25° 73.5° 73.5°
Sitzwinkel 75.5° 75° 74.5° 74° 73.75° 73.5°
Kettenstreben 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm
BB Drop 72 mm 72 mm 72 mm 72 mm 72 mm 72 mm
Radstand 969 mm 975 mm 985 mm 998 mm 1.015 mm 1.038 mm
Reach 375 mm 385 mm 392 mm 400 mm 412 mm 430 mm
Stack 515 mm 532 mm 547 mm 567 mm 591 mm 616 mm

Aus einem Haus – Die Ausstattung des ROSE Shave FFX

Beim Blick auf die Ausstattung macht ROSE beim Shave FFX keine halben Sachen. FFX steht für nichts geringeres als das hochwertigste Carbon-Layup und die beste Ausstattung, die die Bocholter zu bieten haben. Unser Testbike rollt daher mit einem im Detail optimierten Top-Spec an den Start, angeführt von SRAMs aktueller RED AXS-Schaltgruppe. Die Übersetzung passt mit 10–33-Zähnen hinten und 50/37-Zähnen vorne dabei gut zum Allround-Anspruch des Bikes und deckt sowohl schnelle Rennsituationen als auch anspruchsvolleres Terrain souverän ab.

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Auffällig ist der hohe Eigenanteil an Komponenten. ROSE setzt beim Shave FFX auf ein eigenes Cockpit sowie auf hauseigene Carbon-Laufräder – silent Hubs von NEWMEN inklusive. Letztere gehören zu den wenigen Laufradsätzen im Testfeld, die auf Carbonspeichen setzen. Entsprechend überrascht es nicht, dass das Shave FFX mit 6,66 kg als leichtestes Bike im gesamten Testfeld antritt. Bereift sind die Laufräder mit 28 mm breiten Schwalbe Pro One Aero, die voll auf Effizienz und Aerodynamik ausgerichtet sind, dafür aber etwas an Komfort und Grip einbüßen.

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Preislich positioniert sich das ROSE Shave FFX dabei erfreulich einstiegsfreundlich. Mit 8.500 € für das getestete Top-Spec-Modell liegt es deutlich unter dem Durchschnitt von 13.499 € in diesem Testfeld und unterstreicht damit den Direktversender-Ansatz von ROSE. Trotz dieser Preisansage spart man weder an Ausstattung noch an Performance. Im Gegenteil: Der hohe Eigenanteil an Komponenten – vom Cockpit bis zu den Laufrädern – erlaubt ROSE eine sehr gezielte Abstimmung des Gesamtpakets auf Performance.

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ROSE Shave FFX 2026

8.500 €

Ausstattung

Sattelstütze Rose Shave D-Shaped
Bremsen SRAM RED AXS 160/140 mm
Schaltung SRAM RED AXS 2x 12
Kettenblatt 50/37 T
Vorbau ROSE Shave Cockpit 110 mm
Lenker ROSE Shave Cockpit 370 mm
Laufräder ROSE RC55CS 12 x 100 / 12 x 142
Reifen Schwalbe Pro One Aero 700 x 28c
Kurbeln SRAM RED AXS DUB 170 mm
Kassette SRAM RED XG-1290 10–33 T

Technische Daten

Größe XS S M ML L XL
Gewicht 6,66 kg

Besonderheiten

Laufräder mit Carbonspeichen
Aero-Reifen
Aero-Flaschenhalter
Breite Reifenfreiheit von 35mm

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ROSE Shave FFX im Test – Die Definition eines Race-Allrounders?

Im direkten Vergleich zeigt sich das ROSE Shave FFX als eines der ausgewogensten Bikes im gesamten Testfeld. Es kombiniert hohe Agilität mit einem starken Antritt und spielt besonders am Berg seine größte Stärke aus. Als leichtfüßigstes Bike im Test wirkt es beim Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten fast unverschämt mühelos und explosiv – nicht zuletzt dank seinem geringen Gewicht von 6,66 kg als leichtestes Bike im Test.

Geht ab wie Schmitts Katze!

Nicht nur das Tempo ist schnell auf Zack, auch das Handling reagiert sehr direkt auf Lenkimpulse. Gegenüber Bikes wie dem Wilier Filante oder dem Cervélo S5 fühlt sich das ROSE spürbar aktiver und agiler an – besonders auf kurvigen Strecken. Dafür verzichtet es bewusst auf die charakteristisch satte Straßenlage kompromissloser Aero-Boliden. Während Bikes wie das Factor ONE eher wie ein Hochgeschwindigkeitszug auf Schienen rollen – begünstigt durch längeren Radstand, flachere Lenkgeometrie und mehr Trägheitsmoment –, präsentiert sich das Shave FFX wendiger, lebendiger und insgesamt ausgewogener. Auf schnellen Abfahrten oder langen Geraden steuert sich das Bike dabei jederzeit kontrollierbar und niemals nervös, erreicht jedoch nicht die geradlinige Highspeed-Stabilität eines Factor ONE, Cervélo S5 oder MERIDA REACTO.

Ausgeprägte Segeleffekte blieben in unserem Test vom Shave FFX weitgehend aus, das Bike wirkt insgesamt weniger windanfällig als einige andere Bikes im Testfeld. Lediglich die hauseigenen Carbon-Laufräder reagieren bei starkem Seitenwind minimal und erfordern etwas Erfahrung im Handling.

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Beim Komfort macht das ROSE Shave FFX keine Gefangenen. Es gehört zu den straffsten Bikes im gesamten Testfeld – nur das FACTOR ONE ist noch steifer. Unebenheiten werden kaum geschluckt. Auch das Shave FFX bleibt ein Race-Bike und büßt damit Komfort ein: Unebenheiten werden nicht kaschiert, sondern klar weitergegeben – was zum sportlichen Gesamtcharakter eben passt. Unangenehm hart fanden wir es allerdings nie. Das 37 cm schmale Cockpit überzeugt mit Ergonomie im Oberlenker Form und sauberer Integration, während die tiefen Drops eine klar sportliche, race-orientierte Sitzposition ermöglichen.

Das ROSE Shave FFX zeigt sich so insgesamt als extrem leichtfüßiger, direkter und vielseitiger Race-Allrounder, dem im Gegenzug die letzte konsequent durchgezogene Aero-Wucht der radikalsten Boliden fehlt.

Tuning-Tipp: Breitere, griffigere Reifen holen spürbar mehr Komfort und Grip aus dem Shave FFX heraus.

Für welche Rennen ist das ROSE Shave FFX?

Das ROSE Shave FFX richtet sich an ambitionierte Racer, die ein leichtes, vielseitiges Rennrad für eine komplette Rennsaison suchen. Es fühlt sich auf welligem Terrain, bei bergigen Rundkursen und in Crit-Rennen mit vielen Tempowechseln am wohlsten. Dank seines geringen Gewichts und des direkten Antritts überzeugt es am Berg ebenso wie in Sprints. Die großzügige Reifenfreiheit macht es zudem klassikertauglich – breitere Pneus für rauen Asphalt oder Kopfsteinpflaster sind problemlos möglich. Für reine Highspeed-Flachrennen fehlt ihm jedoch die Aero-Wucht der Spezialisten.

Zugänglichkeit

  1. Beginner
  2. Pro

BLING FACTOR

  1. niedrig
  2. hoch

AGILITÄT

  1. träge
  2. verspielt

STABILITÄT

  1. nervös
  2. laufruhig

HANDLING

  1. fordernd
  2. intuitiv

EFFIZIENZ

  1. niedrig
  2. hoch

ANTRITT

  1. träge
  2. leichtfüssig

FUN FACTOR

  1. langweilig
  2. lebendig

KOMFORT

  1. straff
  2. komfortabel

VIELSEITIGKEIT

  1. niedrig
  2. hoch

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Helm Oakley ARO7 MIPS | Brille Oakley Encoder 24K | Trikot MAAP Evade Pro Base LS Jersey 2.0
Hose GORE Ultimate | Schuhe Specialized S-Works Ares 2 | Weste Pas Normal Studios Mechanism Stow Away Gilet

Fazit zum ROSE Shave FFX

Das ROSE Shave FFX ist kein Spezialist, sondern der Allround-Racer des Aero-Rennrad-Test 2026. Es erreicht nicht die maximale Aero-Wucht der radikalen Boliden. Dafür zählt es zu den vielseitigsten Bikes – und zu den am intuitivsten schnell zu fahrenden Bikes im Feld. Obendrein ist es das leichteste im gesamten Test. Sein geringes Gewicht, die hohe Steifigkeit und das sehr direkte Handling machen das SHAVE zu einem ausgewogenen Gesamtpaket, das zudem als mit Abstand günstigstes Bike im Test das Budget schont.

Tops

  • sehr hohe Vielseitigkeit
  • intuitives, lebendiges Handling
  • starker Antritt, besonders am Berg
  • geringes Gewicht
  • sehr leiser Nabensound

Flops

  • sehr leiser Nabensound 😉

Mehr Informationen unter rosebikes.de

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Das Testfeld

Dieses Bikes wurde im Rahmen des Aero-Rennrad-Vergleichstests 2026 getestet – einen Überblick über diesen Vergleichstest sowie alle anderen getesteten Aero-Bikes erhaltet ihr im großen Aero-Rennrad-Vergleichstest 2026:

Alle Bikes im Test: Cervélo S5 | Factor ONE | MERIDA REACTO TEAM | ROSE Shave FFX | Wilier Filante SLR ID2

Das beste Aero Rennrad 2026 Test Review WEB 141


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Text: Jan Fock Fotos: Calvin Zajac

Wer schreibt hier?

Jan Fock
Junior Editor

Jan Fock vereint bei 41 Publishing sportlichen Ehrgeiz mit einem tiefen Verständnis für die Radsportkultur. Der studierte Gesellschaftswissenschaftler bringt ein feines Gespür für Trends und Dynamiken in die Redaktion des GRAN FONDO Magazin ein. Sein Fokus liegt auf dem Testen von High-End-Rennrädern und Gravel-Bikes, wobei seine Leidenschaft besonders dem Bikepacking und sportlichen Feierabendrunden gilt. Jan kombiniert sein Organisationstalent mit akribischen Analysen und bietet in seinen fundierten Kaufberatungen präzise Orientierung für alle ambitionierten Radsportler und Radsportlerinnen.

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