Du stehst an der Startlinie, es ist dein erstes Crossrennen. Und du hast keine Ahnung. Keine Sorge, genau so ist es uns vergangenen Oktober auch ergangen, eine Menge Spaß hatten wir trotzdem. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, die jeder bei seinem ersten Crossrennen (und danach) kennen, wissen oder meiden sollte und die dir helfen, mit Anstand über die Ziellinie zu kommen.

1. Montiere die richtigen Klickpedale

Shimano SPD funktionieren nur gut im Trockenen, Crankbrothers und Time lassen sich unter schlammigen Bedingungen deutlich einfacher einklicken.

2. Reifenluftdruck

Bei soften Strecken wie im Olympiapark kann man guten Gewissens unter 2 bar Luftdruck fahren (Tubeless oder Tubular!). Eine genaue Empfehlung können wir jedoch nicht geben, da die perfekte Einstellung stark vom Fahrergewicht, Fahrstil und von den Wetter- und Streckenbedingungen abhängt. Achtung: Bei Strecken mit harten Bordsteinkanten o.ä. sollte man den Luftdruck anpassen um Beschädigungen an der Felge zu vermeiden oder man überspringt diese Hindernisse mit graziler Fahrtechnik.

3. Hoods einstellen

Insbesondere bei den Abfahrten hilft ein nach oben geneigter Oberlenker, damit die Handgelenke nicht abknicken und locker bleiben.

4. Warm-up

Wer Auto fährt, weiß, dass bei einem Kaltstart nie die volle Leistung vorhanden ist. Also Motor auf Betriebstemperatur bringen und dann an die Startlinie. Das muss nicht auf der Rolle passieren, Warmrollern auf dem Parkplatz und ein paar kurze Sprints tun es auch!

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5. Kraft sparen

Ein offener Kurs wie im Olympiapark bietet viele Möglichkeiten zum Überholen. Wer im Startsprint bereits seine Körner verbraucht, ist selbst schuld. In Kurven und im technischen Gelände stets möglich rund fahren und versuchen, viel Schwung mitzunehmen – so kann man sich manche Antritte sparen und hat mehr Kraft für den Zielsprint.

6. Regenerieren

Halte den Körper auf Sparflamme, insbesondere wenn du in einem Pulk fährst. Bleib im Windschatten und nutze Abfahrten zum Regenerieren. Wichtig: Am Anfang wieder schnell auf Speed kommen (z. B. nach einer Tragepassage).

7. Linienwahl

Insbesondere bei matschigen Bedingungen ist die Hauptlinie oftmals nicht die beste Wahl und teils auch deutlich gefährlicher oder riskanter. Sie ist oftmals ausgefahren und matschiger, rutschiger oder zu stumpf, sodass man kaum Geschwindigkeit aus den Kurven mitnehmen kann.

8. Geschwindigkeit stabilisiert, …

… insbesondere im technischen Gelände. Doch um mit hohen Geschwindigkeiten im Gelände sicher unterwegs zu sein, braucht es die richtige Fahrtechnik. In diesem Artikel findest du die besten Tipps von Jeremy Powers.

9. Von den Profis lernen

Wer noch nicht genügend Erfahrung im Gelände hat, der sollte sich am Anfang an Mitfahrer halten, die technisch sauber fahren (siehe Tipps 7 und 8). Revanchier dich auf geraden Stücken als Windschattenspender, falls du körperlich stärker bist. In der letzten Runde kannst du dann ja einen heroischen Ausreißversuch wagen!

10. Spaß haben! Lass dich nicht stressen und stress dich nicht selbst

Abschließend bleibt nur zu sagen: Fail fast, learn fast
Erfahrungen sind da, um gemacht zu werden. Austesten, lernen und für sich selbst herausfinden, was am besten passt!

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Text: Robin Schmitt, Jonas Kaesler Fotos: Dirk Belling, Christoph Bayer